75/Paradies/Berichte: Heidi Schatzl: Ernst F. Brod aus Erlauf

Ernst F. Brod war ein Erlaufer, geboren 1901. Er floh 1934 wegen seiner sozialdemokratischen Überzeugung und weil er den Hass hinter sich lassen wollte aus Österreich. Er versuchte seine Mutter und seinen Bruder zu überzeugen, es ihm gleich zu tun. Ohne Erfolg – die beiden glaubten nicht, dass es so kommen würde, wie es kam. Sie wurden wegen ihrer jüdischen...mehr

75/Paradies/Berichte: Raffaela und Christian Gmeiner: Erinnerungen an Roma in Ritzing

Großvater ging in Ritzing zur Schule. Das war damals in den 1930er Jahren, lange vor seinem Tod. Ich bin ihm nie begegnet, doch kenne ihn aus meines Vaters Erzählungen. Wenn wir heute durch das kleine, burgenländische Dorf im Bezirk Oberpullendorf spazieren, erinnert sich mein Vater an Großvaters Erzählungen. Damals musste Ritzing lebhafter gewesen sein. Dort, wo es heute still ist,...mehr

© Christian Gmeiner, Entwurf/Denkmal für die vergessenen NS-Opfer in Ritzing, Tusche auf Papier, 29,7 x 21 cm, 2018

75/Paradies/Berichte: Gregor Kremser: Novemberpogrom

Novemberpogrom 1938 - Einleitung

Das tödliche Attentat des jüdisch-polnischen Emigranten Herschel Grynszpan auf den Legationssekretär bei der Deutschen Botschaft in Paris, Ernst vom Rath, war der Anlass für Gewaltexzesse gegen Juden und jüdische Einrichtungen im gesamten „Deutschen Reich”. Insgesamt wurden 91 Juden ermordet, 191 Synagogen zerstört und rund 7500 jüdische Geschäfte verwüstet und geplündert. 30 000 Juden wurden in Konzentrationslagern...mehr

Abbildungshinweis:  Abriss der Synagoge in Krems 1978 aus: Frühwirth, Hans (2000). Die Doppelstadt Krems-Stein, Ihre Geschichte von 1848–2000. Melk: Kulturamt der Stadt Krems, S.417 von Gregor Kremser, Oktober 2018