Eva Riebler VOM WARTEN AUF ERFOLG – EIN GEDANKENBERICHT
DAS BIN DOCH ICH
Thomas Glavinic München: Hanser Verlag, 2007.
238 S.
ISBN 978-3-446-20912-1
Thomas Glavinic ist der Ich-Erzähler und Autor Thomas Glavinic und hätte gerne seinen soeben verfertigten Roman Die Arbeit der Nacht bei einem guten Verlag untergebracht und auf der Long- oder Shortliste des dt. Buchmarktes placiert. Ersteres gelingt, zweiteres weder im Roman noch in der Wirklichkeit. Erst mit seinem Roman Das Leben der Wünsche 2009 kommt er auf die Longliste des dt. Buchpreises und knüpft an seinen Erfolg des Der Kameramörder an.
Worum es in diesem Roman Die Arbeit der Nacht geht ist weder sekundär noch existent. Vielleicht wäre dies eine weitere Facette und Bereicherung gewesen, denn so ist das Werk übervoll mit Alkohol trinkenden Literaten, Rabenhof-Leuten oder Wiener Politikern. Weitere tragende Personen der Handlung, jedoch als Gesprächspartner unergiebig sind die Gattin Else, die Mutter und das noch stumme Kleinkind des Ich-Erzählers. Die interessantesten Diskurse ergeben sich vor allem telefonisch mit dem Freund Daniel Kehlmann, der mit seinem Roman bald die 700.000 Auflage erreichen wird. Hier fällt anlässlich der Meldung in der Süddeutschen, dass „Kehlmann der beste Autor seiner Generation“ sei, die Titelzeile als Widerspruch: „Das bin doch ich!, mein erster Gedanke.“ S. 41. der Autor Glavinic fühlt sich von seinem Freund im Stich gelassen und meint „Es ist, als hätten sich zwei zu einer Reise verabredet, und dann nimmt der eine den früheren Zug.“
So sieht der Leser einerseits in die Gedanken eines Romanschreibers sowie im Folgenden ein klein wenig den Literaturbetrieb und dies stets vermischt mit der Befindlichkeit eines, der zuviel trinkt, im frühmorgendlichen Schlaf durch seinen 20 Monate alten Sohn gestört wird und am Vormittag womöglich Termine mit Hans Krankl oder Radioreportern einhalten sollte.
Durch die lakonische Ironie, mit der die eingestreuten Beobachtungen von Kellnern, Taxifahrern oder Verwandten launisch kommentiert werden, und die Fähigkeit, sein eigenes Ego mit der Neigung zum Hypochonder auf die Schaufel zu nehmen, gestaltet sich der Roman für den Leser als heiter, witzig und pointiert.
LitGes, Mai 2010
Ingrid Reichel EIN REISEFÜHRER GEGEN SCHLAFLOSIGKEIT
DURCH DEN DSCHUNGEL DER GESETZE
Der Reiseführer zur österreichischen Verfassung
Christian Neuwirth Wien-Graz-Klagenfurt: Molden Verlag, 2009. 208 S.
ISBN 978-3-85485-242-1
Der 1971 geborene Autor und Journalist Christian Neuwirth ist Sprecher des Österreichischen Verfassungsgerichtshofs (VfGH). Fragen, Verunsicherungen und vor allem Unwissen der Bürger und Bürgerinnen dieses Landes dürften Motivation gewesen sein, die Neuwirth zu diesem Buch veranlassten und er hat sich damit einer interessanten Herausforderung gestellt.
Um die Trockenheit der Gesetzestexte zu umgehen, verfasste er wortwörtlich einen Reiseführer durch den Gesetzesdschungel. Leider, denn die Auflockerungstaktik erweist sich teilweise lähmender als hätte der Autor sich gleich auf die Gesetze konzentriert, und so arten schätzungsweise zu 50 % des Buchvolumens in unnötigem Dampfgeplaudere aus.
Elementare Informationen fehlen und machen das gute Ansinnen des Buches unglaubwürdig. Übrig bleibt wieder mal ein auf lustig getrimmtes staubfängerisches Geschenkbuch als Mitbringsel zu einer Feier.
Wichtiger wäre gewesen in übersichtlicher Weise, vielleicht als Schlusskapitel, die Anschrift und die Homepage-Adresse des VfGH anzugeben und Hinweise zusammenzustellen, in welcher Form man sich an den VfGH wenden kann, was genau auf einen zukommt, wenn man einen Antrag stellt, wie lange so ein Verfahren durchschnittlich dauert und vor allem, wo man den Text der Verfassung im aktualisierten Stand nachlesen kann.
Zunächst beschreibt Neuwirth wozu der VfGH überhaupt da ist und man bekommt unweigerlich den Eindruck, er schreibt für Menschen mit dem Wissenstand eines Hauptschülers. Nur wenig gute Beispiele zeigen den zwischen den Gesetzen internen Konflikt, die in letzter Instanz vom VfGH gelöst werden müssen. Dass der VfGH von sich aus nicht aktiv werden kann, sondern einen Antragsteller braucht, geht durch die Worthülsen und sinnlosen Reisebeschreibungen unter. Die ersten Sätze des Buches aus dem ersten Kapitel „Reisevorbereitungen“ können repräsentativ als Beispiel dienen, in welchem Stil das Buch konsequent bis zur letzten Seite aufgebaut wurde: „Die gute Nachricht vorweg: Sie müssen sich vorerst keine Gedanken über die passende Kleidung machen. Kofferpacken? Nicht notwendig. Reiseapotheke? Können Sie vergessen. […] Beunruhigen Sie sich nicht. Auch andere Tätigkeiten […] vor Urlaubsantritt […] werden diesmal nicht gebraucht. […] Allerdings ist das nun mitunter aufkommende Gefühl trügerisch. Entspannung oder gar Gelassenheit haben hier keinen Platz, denn es wird keine übliche Reise werden.“ (S.6)
Bis Neuwirth endlich zur Sache kommt, hat er seine Leser in einen unspektakulären Traum eingelullt. Vom Inhalt des Buches bleibt dem Leser letztlich nur in Erinnerung, dass es einen Verfassungsgerichtshof gibt, der die frisch beschlossenen Gesetze aus dem Parlament auf Verfassungstauglichkeit prüft und für den Bürger und die Bürgerin die letzte juristische Kontrollinstanz im Lande ist. Etwas wenig für ein Buch mit über 200 Seiten. Fazit: Wie auch immer man dieses Büchlein interpretieren mag, es reicht nicht einmal zum oberflächlichen Ratgeber. Schade!
LitGes, April 2010
Ingrid Reichel BEUNRUHIGENDE LITERARISCHE SOGKRAFT
DIE KINDER BERUHIGTE DAS NICHT
Alois Hotschnig Erzählungen
Innsbruck-Wien: Haymon tb, 2009. 128 S.
ISBN: 978-3-85218-815-7
Der Titel „Die Kinder beruhigte das nicht“ ist ein Satz aus einer der neun Erzählungen „Eine Tür geht dann auf und fällt zu (S. 49). Und tatsächlich erweist sich dieser Satz als repräsentativ, auch wenn er uns zunächst auf eine falsche Fährte zu führen vermag. Hier geht es nicht um Kindesmissbrauch, aber auch das beruhigt nicht wirklich. Wir sind geprägt von unseren Erinnerungen, von der Sammlung unserer Erfahrungen und der Autor Alois Hotschnig begibt sich mit uns durch das Dickicht der Reize und Empfindungen, durch das dafür verantwortliche Nervengeflecht und überträgt damit Erregungen auf uns, die wir lieber im Verborgenen wüssten. Mit jeder Erzählung fallen wir erneut in einen Horrortrip der subtilsten Art. Doch es fließt kein Blut, es lauern keine Leichen hinter dem Busch, was wir hier entdecken sind die in uns schlummernden Ängste und Neugierden, die uns zu den aller größten Phantasien beflügeln und zu den mulmigsten Gefühlen anerzogener Verbote drängen, wie ein Kind, das die Finger von etwas nicht lassen kann, was ihm untersagt wurde. Warum wir am Durchbrechen von Tabus immer wieder scheitern, liegt wohl daran, dass unsere Wurzeln uns Synapsen ähnlich festhalten, ja, wir geradezu in sie verstrickt und mit ihnen verflochten sind.
Gekonnt zieht uns der Erich-Fried-Preisträger 2008 in die Welt des Unbewussten, hält uns dort gefangen. Es gibt kein Entkommen … und hier bewusst keine Details über den Inhalt! Unbedingt lesen! Ein starker Lesegenuss!
LitGes, April 2010
Ingrid Reichel FOTOS IM KONFLIKT INDIVIDUELLER ODER STAATLICHER INTERESSEN
CONTROVERSES
Une histoire juridique et éthique de la Photographie
Daniel Girardin – Christian Pirker KatalogaufFranzösisch
Lausanne: Actes Sud/ Musée de l'Élysée, 2008. 320 S.
ISBN 978-2-7427-7432-6
Bill Gates mag wohl mit seinem Ausspruch „Derjenige, der die Bilder kontrolliert, kontrolliert den Geist.“ Recht gehabt haben, kommentiert Daniel Girardin in seinem Essay mit dem Titel „Das Recht auf Fotografie“.
Zwischen der Privatsphäre und der Öffentlichkeit ist die Fotografie der Ort aller Subjektivität, daher geben sie Anlass zu vielen Debatten und erzeugen Konflikte, die oft vor Gericht ausgetragen werden. Doch Gesetze, Mentalitäten und Kulturen je nach Land erzeugen die facettenreichsten Interpretationsmöglichkeiten. Insofern ist die Fotografie unweigerlich mit dem Paradoxon der gebundenen Freiheit behaftet, analysiert Girardin. Die Gesetzgebung hinkt der Technik und den Gepflogenheiten nach, oft konnten Fotografien Jahrzehnte lang gezeigt werden bis sie schließlich verboten wurden oder umgekehrt. Seit der Erfindung der Fotografie im Jahre 1839 müssen Fotografen dafür kämpfen als Künstler anerkannt zu werden. Die Fotografie galt zunächst nur als Kopie und war dennoch etwas Eigenständiges, die im Laufe ihrer Entwicklung immer aufs Neue entdeckt werden musste. Menschliche Körperabbildungen werden oft auf Pornographie oder Kindesmissbrauch untersucht, weiß Girardin. Die Gerichte räumen jedoch eine Vielzahl von Ausnahmen ein, wenn es um die Freiheit der Kunst, des Ausdrucks, der Recherche oder der Bildung geht. Das Recht auf Privatsphäre wurde bereits 1859 festgelegt. Die Freiheit der Fotografie ist unweigerlich der öffentlichen Moral, der Zensur und dem Gruppendruck ausgesetzt. Girardin führt hier als Beispiel Feministinnen und Extremgläubige an.
Diese Kontroversen veranlassten den Senior Kurator des Lausanner Fotomuseums Musée de l’Élysée Daniel Girardin und den Genfer Rechtsanwalt Christian Pirker sich zusammenzutun und dieses umfangreiche Projekt über Justiz, Ethik und Fotografie umzusetzen. Bei ihren Recherchen stießen sie auf jede Menge Material und konnten somit eine umfassende Dokumentation zusammenstellen, die in einer ausgezeichneten Ausstellung einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden konnte. Bis zum 20. Juni 2010 ist die Ausstellung in Österreich im Kunst Haus Wien zu sehen. ( Zur LitGes-Ausstellungskritik)
Nicht jeder lebende Fotograf war jedoch angetan von diesem Projekt. So lehnte z.B. der britische Kunstfotograf und Filmemacher David Hamilton seine Partizipierung an diesem Projekt ab, berichtet Girardin (Seite 7). Nebenbei sei erwähnt, dass der mittlerweile in Vergessenheit geratene Hamilton vor allem durch seine „Lolita-Fotografien“ der 60er Jahre bekannt wurde und 1977 große Medienverbreitung erlangte durch seinen von Pierre Louÿs (1870-1925) erotischer Lyrik inspirierten ersten Film „Bilitis“. Hamilton muss sich wohl heute mehr denn je die Kritik des Kitsches, der Pornographie und der Pädophilie gefallen lassen.
Besonders interessant für Raucher sind die Retuschearbeiten an Fotografien berühmter Personen wie dem französischen Philosophen Jean-Paul Sartre und dem Chansonnier Serge Gainsbourg. Von beiden Kettenrauchern gab es keine Fotografie ohne Zigarette. Als man in Frankreich erstmals 1991 das Anti-Tabak-Gesetz verabschiedete, verbot man damit auch „jegliche direkte oder indirekte Propaganda oder Werbung zugunsten des Tabakkonsums“. Welches Ausmaß an Absurditäten sich daraus entwickelte, kann man am Besten anhand des Plakates zur Ausstellung „Jean-Paul Sartre“ der französischen Nationalbibliothek 2005 nachempfinden. Man retuschierte einfach die Zigarette aus der Hand des Philosophen weg. Man sprach von Manipulation und Groteske. Wo ist die Veränderung akzeptabel, ab wann wird sie zu einer Fälschung? Die Autoren Girardin und Pirker gehen in ihren Fragen noch viel weiter: Welche Ziele stecken dahinter? Will man Sartre als Gesundheitsapostel, der er nie war, darstellen oder will man eine schlechte Vorbildfunktion vermeiden? Die Retuschen werden mit heutiger Technik unkontrollierbar und spielen Gesetze gegeneinander aus, in diesem Fall steht das Anti-Tabak-Gesetz in Kontroverse zu Manipulation, Fälschung und Vorgaukelung falscher Tatsachen.
In welchen astronomischen Höhen sich Klagesummen bewegen, erläutert Girardin anhand von Fällen, die vom Plagiat, Vertragsbruch, Aufhängungsverbot wegen Themenverfehlung bis zum Politskandal reichen.
Ende 1980 verschwanden kritische Kriegsfotos, wie man sie aus den 60er Jahren noch über Vietnam kannte. Dagegen nahmen Gesellschaftsfotos überhand, deren Skandal im Tod der Lady Diana ihren Höhepunkt fanden.
Der Konsumrausch, der Verlust geschichtlicher Orientierung, der Mangel an Kritik, das Ende des Humanismus und die Emergenz der Grundgedanken haben zutiefst die Kultur verändert, meint Girardin (S. 8). Es ist der Kampf des Individuums gegen das Kollektiv ausgebrochen und das Individuum hat gegenüber der Ausdrucksfreiheit an Gewicht gewonnen. Keine guten Aussichten für Fotografen.
Dieses Buch versteht sich nicht als Rechtsbuch, sondern dokumentiert lediglich gewisse Rechtsentschlüsse. Nur öffentlich und leicht zugängliche Informationen wurden hierfür verwendet, so Pirker in seinem Beitrag mit dem Titel „Über den Anschein hinaus“ (S. 12). In erster Linie dienten Quellen wie Gerichtsurteile, Zeugenaussagen, Sekundärquellen wie Presseberichte, Leserbriefe, Blogs und das Internet. Auch wenn diese Quellen vorhandenen Fakten gegenüber Ungenauigkeiten aufweisen, konnten sie doch die öffentliche Debatte, für die sich die beiden Autoren interessierten, am besten veranschaulichen. Recht ist nun mal nicht Gerechtigkeit, wie Pirker bemerkt, doch Kontroversen werfen Licht auf unsere Vergangenheit und somit auch auf unsere Gegenwart. Die heutigen Entscheidungen stehen im Vergleich zu den vergangenen: Copyright, Sexualität, Fotojournalismus und Manipulation. Pirker veranschaulicht die heikle Gratwanderung zwischen Verurteilung und Akzeptanz. Im Fall der Kriegsbilder zeigt sich eine besonders sensible Ambivalenz in der Interpretation: Einerseits können sie propagandistisch eingesetzt werden, andererseits können sie drastisch die Emotionalität erhöhen. Pirker verweist auf die Gefahren. Wenn schon bei einer harmlosen Fotografie wegen eines Anti-Tabak-Gesetzes die Zigarette wegretuschiert werden muss (!), welchen Bildern können wir dann noch trauen? Hier geht es um Ethik und Interessenskonflikte. Das Foto als Beweisstück kann bestenfalls als Indiz dienen, das wissen wir spätestens seit der Nazi-Zeit, erinnert Pirker.
Zuletzt verweist der Jurist auf die Fotos, die wegen gerichtlichem Öffentlichkeitsverbot nicht gezeigt werden können. Individuelle sowie staatliche Interessen stecken dahinter. Nicht selten enden solche Gerichtsverhandlungen mit einem finanziellen Bankrott, meist von Seiten des Fotografen.
Es ist jedoch notwendig sich diese Fotos vorzustellen, denn nur so können wir die Grenzen und den Blick hinter den Spiegel erfassen.
Fazit: Ein besonders sowohl künstlerisch als auch wissenschaftlich wertvolles und ausgezeichnetes Werk mit über 70 Fotobeispielen.
LitGes, April 2010
Ingrid Reichel WORTAKROBATEN
DOPPELTER TEXTPRESSO
Mieze Medusa & Markus Köhle
Slam Poetry + Audio CD
Wien: Milena Verlag, 2009. 148 S.
ISBN 978-3-85286-182-1
Doris Mitterbacher a.k.a. Mieze Medusa und Markus Köhle haben sich einem anthologischen Wortwettkampf ausgesetzt. Der Titel „Doppelter Textpresso“ zeigt schon die Kontroverse: einerseits der Kaffee mit Text, der Gemütlichkeit suggeriert und andererseits die Geschwindigkeit durch das beinhaltete Wort „express“. Der Inhalt ist in drei Teilen aufgebaut und verspricht nicht weniger Tempo: zuerst „mahlen“, dann „brühen“ und schließlich „schlucken“.
Politisch und gesellschaftskritisch geht es im ersten Kapitel zu. Wenn Köhle z.B. auf die berühmte Staatsrede zum Österreichischen Staatsvertrag betreffend der Wiederherstellung eines unabhängigen und demokratischen Österreichs vom 15. Mai 1955 Österreich ist frei verweist und somit „Leopold Figl reloaded“ stößt einem die gegenwärtig demokratisch angeknackste Situation im Lande auf. Köhles sarkastische Vorstellung der gebückten, arschleckerischen Manier bei einem Bewerbungsgespräch zur Lage der Weltwirtschaftskrise und dem aufkeimenden, unterschwelligen Neosklaventum kann einem richtig wohltuend das Herz erwärmen. Während Mieze Medusa uns in einen „Wachstumsgrenzzwischenfall“ lockt, um uns zu unserer Errettung ein „Führungspersönchen“ in der Art einer „Strickliesel“ um die Ohren zu hauen, damit uns das Frauenrecht so richtig aktivistisch in die Gehirnwindungen einfährt.
Der zweite Teil ist mit Liebesgedichte der erfolglosen Art oder gar der Hassliebe gefüllt. Der letzte Teil widmet sich nicht nur dem Alkoholkonsum und dem seelischen Hinunterschlucken, sondern ist mit „einer Art Predigt“, einem „Ratschschlagabtausch“ und anderen unterhaltsamen Tipps wie einer „Poesieexitstrategie“ oder wie man sich bei einem Poerty-Slam wertvolle 15 Sekunden ergaunern kann, gefüllt.
15 von 25 Beiträgen wurden live im Wiener Literaturhaus für das beiliegende Hörbuch aufgezeichnet. Für die, die zum Lesen oder zur Interpretation zu faul sind, oder einfach nur die Atmosphäre einer Performance fühlen oder die Stimme der Slammer hören wollen, ist die Audio CD eine wunderbare Ergänzung zum Buch.