Je mehr versucht wird, einen Ort zu beschreiben, sprachlich verfügbar zu machen, ihn sprachlich zu erneuern, umso mehr entzieht er sich der Versuchung.
Redaktion: Heinz Pusitz
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Betreff: Ort
Einsendeschluss: 15.07.10
Präsentation: 27. Oktober 2010, 20.30 Uhr im Rahmen des Literaturfestivals Blätterwirbel Cinema Paradiso, Rathausplatz 15, 3100 St. Pölten
etcetera 42/ Essen, Fressen Völlerei
Es bedarf keines Appetithäppchens als Erklärung. Vom Schlankheitswahn und der Kasteiung bis zur Maß- und Zügellosigkeit, hier ist alles erlaubt: Philosophisches, Medizinisches, Praktisches, Absurdes und Skurriles. Wie wir einkaufen, wovon wir uns ernähren, was wir vergammeln lassen. Und natürlich spielt auch unser Gewissen eine Rolle: Selbstbestrafung und Frustration.
Wir werden Köchen über die Schulter schauen, werden für Sie bis nach China reisen, werden Feste bis zum Umfallen feiern, werden Sie mit Hans-Peter Wipplinger über die reiche Kulturszene in NÖ aufklären, Ihnen mit Daniel Spoerri Eat-Art auf dem Silbertablett servieren, Mord und Totschlag auf der Leinwand präsentieren bis Ihnen die Vanillekipferl vorweihnachtlich bei den Ohren rausstauben.
Redaktion: Franz Reichel
Co-Redaktion: Ingrid Reichel
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Betreff: Völlerei
Einsendeschluss: 15.09.10
Präsentation: Dezember 2010
etcetera 43 / Feindbilder
Manchmal vermag man Freund von Feind nicht mehr zu unterscheiden, dann spricht man von Kolateralschäden oder vom Feind im Bett. Oft greifen die Rollen des Opfers und des Täters fließend ineinander. Und dann gibt es noch eine Zusatzrolle: Der Retter, der Held, eine Person, die es mit dem Feind aufnimmt und zu der wir aufschauen können, die quasi eine Vorbildfunktion erfüllt und als Gegensatz zum Feindbild dient. Wir funktionieren simpel nach Schwarz-Weiß-Kontrasten, lassen uns leicht in die Irreführe, obwohl die Realität im Graubereich liegt: Der Vater, der seine Familie ernährt, aber seine Kinder missbraucht; die vor Nächstenliebe triefende Kirche, die den Nächsten gar nicht erst zur Kenntnis nimmt; der Mann, der am Rockzipfel seiner Mutter hängt und dennoch die Frau an und für sich als gleichberechtigtes Wesen bekämpft; die Krankenschwester, die zu Tode pflegt; der Richter und seine Fehlurteile; die Überwachungsgesellschaft gefangen in ihrem Selbstschutz … Die Liste der Klischees ist endlos, deshalb wollen wir in dieser Ausgabe dem Feind ins Auge schauen. Zeigen Sie uns, wo der Feind sitzt und vor allem, wozu wir Feindbilder brauchen!
Mit Spannung erwarten wir ein Interview mit Oberst Walter Weninger vom Einsatzkommando COBRA; ein Gespräch mit dem Künstler TOMAK über Feindmechanismen beim Betrachten von Bildern; ein Essay von Peter Kaiser über die Problematik der Vermarktung „Neuer Musik“ und vieles, vieles mehr.
Redaktion: Ingrid Reichel
Co-Redaktion: Franz Reichel
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Betreff: Feind
Einsendeschluss: 15.12.10
Präsentation: März 2011, voraussichtlich Frei:Raum: Herzogenburger Str. 20, 3100 St. Pölten
etcetera 44 / drüben
“Drüben” meint alles, was über unseren eingefahrenen, gewohnten Bereich hinausgeht, sei es nun die Nachbarswohnung, aus der manchmal seltsame Geräusche durchdringen oder das immer versperrte Haus über der Straße. Gemeint sein könnten auch Landesgrenzen, hinter denen manches anders verläuft oder Vorstellungen darüber, was nach dem Leben kommt.
“Drüben” bezeichnet - bei aller Andersartigkeit - jedoch auch Ähnlichkeit. Wir sind auf gleicher Augenhöhe mit Menschen oder Zuständen, sonst würden wir ja “oben” oder “unten” sagen.
Redaktion: Robert Eglhofer, Eva Riebler, Johannes Schmid
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Betreff: drüben
Einsendeschluss: 15.02.11
Präsentation: Mai/ Juni, Stadtmuseum St. Pölten