Das Reich der sieben Städte: Steven Erikson. Rez.: Roman Riebler

Roman Riebler
WIDERSTAND

 
DAS REICH DER SIEBEN STÄDTE
Das Spiel der der Götter 2
Steven Erikson
München: Blanvalet Verlag/ Random House, 2000.
4. Auflage,
2001. 510 S.
ISBN 978-3-442-24941-1

 

Steven Eriksons zweiter Band führt uns in das Reich der sieben Städte welches von den Malazanern erobert wurde. Dort brodelt nun der Widerstand unter der Führung der Seherin Sha´ik, die ein Heer von Aufwieglern zusammenstellt. Gleichzeitig versucht die Imperatrix Laseen mittels Säuberungen unter dem Adel ihre Macht zu festigen. Um die Loyalität ihrer Mandanta zu prüfen, wird deren Schwester in die Otataral (ein Anti-Magisches Erz) Minen gebracht. Dort gleitet sie ab in eine Welt aus Drogen und Prostitution. Schaffen es ihre Gefährten, sie aus diesem Milieu wieder hinaus zubekommen?

Ein weiterer Handlungsstrang erzählt über die Kette der Hunde, einen Flüchtlingszug unter der Führung des Häuptlings Coltaine. Zuerst werden sie von Streitkräften des Widerstands aus er Stadt Hissar vertrieben, nur um dann einen langen Marsch durch die Wüste anzutreten. Der Feind klebt ihnen natürlich an den Fersen und versucht mit Scharmützeln die Moral der Flüchtenden zu brechen. Und als ob das nicht schon genug wäre, behindern arrogante Adelige den Trupp, wo sie nur können. Das sind nur zwei von insgesamt sechs Handlungsträngen. Unter den stets spannend erzählten Handlungen gefällt mir der Part mit der verstoßenen Schwester am besten. Er ist psychologisch wertvoll, weil man miterlebt, wie sie sich langsam zur Erwachsenen entwickelt. Weiters verleihen ihre ironischen Kommentare dem Ganzen eine besondere Würze. Ob die Mandanta und ihre Schwester wohl ein Wiedersehen feiern, dass macht Lust auf den nächsten Band.
Verpflichtend für jeden Fantasy-Leser!

LitGes, Januar 2011