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Blätterwirbel: Agnes Heginger & Karlheinz Essl. Rez.: Ingrid Reichel |
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Ingrid Reichel
Die Crème de la Crème der Liebe
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Fotos: © Daniel Hinterramskogler |
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Blätterwirbel 2012
Out of the Blue: Free improvisations for voice and electronics
Agnes Heginger & Karlheinz Essl jr.
Stadtmuseum St. Pölten
21.10.12, 11 Uhr
Dauer: 1 Stunde
Spannungsgeladen erwartete nicht nur das St. Pöltner Publikum, sondern auch Initiator Peter Kaiser die Musik-Matinee im St. Pöltner Stadtmuseum im Rahmen des Literaturfestivals Blätterwirbel, denn die Sängerin Agnes Heginger und der Elektronik-Komponist Karlheinz Essl jr. gaben freie musikalische Improvisationen von österreichischer Lyrik zum Besten.
Agnes Heginger wurde 1973 in Klagenfurt geboren, ist aber in Wien aufgewachsen. Sie ist nicht nur Sängerin sondern auch Gesangspädagogin und Gesangsdozentin an der Jazzabteilung der Anton-Bruckner-Privatuniversität in Linz.
Karlheinz Essl jr., der älteste Sohn des bau-Max Unternehmers und Kunstsammlerpaares Agnes und Karheinz Essl sen., wurde 1960 in Wien geboren. Er ist in erster Linie Komponist, aber auch Elektronik-Performer sowie Kompositionsprofessor für elektro-akustische und experimentelle Musik an der Musikuniversität Wien. Sein Interesse an spartenübergreifenden Projekten brachten ihn nicht nur mit bildenden mit Künstlern wie Jonathan Meese und Hermann Nitsch zusammen, sondern auch mit Autoren.
Zum Literaturfestival Blätterwirbel 2012 gab es daher nur das Feinste der österreichischen Lyrik. Schwerpunkt war der gesellschaftskritische österreichische Autor Peter Turrini (geb. 1944 im Lavanttal, Kärnten). Mit namenlosen Gedichten wie den Achtzeiler Wenn du mich anrufst …
Wenn du mich anrufst
läutet das Telefon.
Die Lampe läutet.
Der Ofen läutet.
Das Zimmer läutet.
Die Aussicht vor meinem Fenster läutet.
Es läuten die Glocken der Befreiung
vom Warten.
Frankfurt am Main, Im Namen der Liebe, 2005
Audio production: 2006, M.Mechner / Literaturwerkstatt Berlin
konnten Heginger und Essl skurrile Raumvorstellungen und nicht definierbaren Verzerrungen vermitteln.
Turrinis "Liebe, Liebe …" bekam einen rockigen, poppigen Drall, der in nahezu Orgiastisches mündete. Von kreischigen, tierischen Lauten ging Hegering zu zivilisierten arienhaften Tönen über.
Aber auch Hertha Kräftners "Beschwörung eines Engels", Ingeborg Bachmanns "Unterricht in der Liebe", H.C. Artmanns "Mein Herz" des im Jahre 2000 verstorbenen österreichischen Poeten:
mein herz ist das lächelnde kleid eines nie erratenen gedankens
mein herz ist die stumme frage eines bogens aus elfenbein
mein herz ist der frische schnee auf der spur junger vögel
mein herz ist die abendstille geste einer atmenden hand
mein herz liegt in glänzend weissen kästchen aus mosselin
mein herz trägt einen seltsamen tierkreis aus zartestem gold
mein herz schlägt fröhlich im losen regnen der mittwintersterne
sowie Rainer Maria Rilkes "Liebes-Lied" wurden erfolgreich vokal und instrumental aus dem Stegreif ausgeführt.
Wie soll ich meine Seele halten, daß
sie nicht an deine rührt? Wie soll ich sie
hinheben über dich zu anderen Dingen?
Ach gerne möcht ich sie bei irgendwas
Verlorenem im Dunkel unterbringen
an einer fremden stillen Stelle, die
nicht weiterschwingt, wenn deine Tiefen schwingen.
Doch alles, was uns anrührt, dich und mich,
nimmt uns zusammen wie ein Bogenstrich,
der aus zwei Saiten eine Stimme zieht.
Auf welches Instrument sind wir gespannt?
Und welcher Geiger hat uns in der Hand?
O süßes Lied.
Das St. Pöltner Publikum war dementsprechend begeistert. Eine Matinee ohne schnulziges Gesabber über die Liebe, einfach toll! |
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Eröffnung Blätterwirbel 2012. Rez.: Ingrid Reichel |
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Ingrid Reichel
Ausgenüchtert
Eröffnung Blätterwirbel 2012
Eröffnungsrede: Klaus Nüchtern
Personale: Sabine Gruber
Landestheater NÖ, Großes Haus
13.10.12, 19 Uhr
Lesung mit: Gerti Drassl, Marion Reiser, Babette Arens
Klaus Nüchtern & Sabine Gruber im Gespräch
Dauer: 3 Stunden, inkl. 2 Pausen
Der 1961 in Linz geborene Klaus Nüchtern erhielt 2011 den Staatspreis für Literaturkritik und ist bekannt als Kulturredakteur und stv. Chefredakteur der Wiener Stadtzeitung Falter. Nach Sigrid Löffler ist er der zweite Literaturkritiker, der das St. Pöltner Literaturfestival Blätterwirbel eröffnete.
So widmete Nüchtern, wie auch schon voriges Jahr die Autorin Ruth Klüger, den Beginn seiner Rede der Digitalisierung des Lesevergnügens und wog Pro und Kontra ab. So stehen Haltbarkeit und Sicherheit einem permanenten und noch dazu kostenverursachenden Platzmangel gegenüber. Doch auch die virtuelle Welt koste Ressourcen, vor allem Strom, sinnierte Nüchtern schließlich weiter.
Das Buch zum e-Book verhalte sich so wie die Vinyl-Schallplatte zu den neuesten technischen Errungenschaften im Musiksektor. Die digitale Version werde zukünftig nur zum Gebrauch verwendet, das herkömmliche, greifbare Buch zur Ästhetik emporgehoben, so könnte man Nüchterns Räsonnement kurz und bündig zusammenfassen. Doch erfasse ihn die Melancholie, wenn er an die guten alten Cover des Suhrkamp Verlages denke, die im Vergleich zu den heutigen wohl nicht seinen Geschmack treffen.
100.000 Neuerscheinungen alleine am deutschen Buchmarkt gibt es jährlich. Eine Masse, die nicht zu bewältigen sei und die Schere zwischen Bestseller und dem Rest auseinanderklaffen ließe, dokumentierte Nüchtern. Waren einst für die erfolgreiche Vermarktung eines Buches noch die ersten sechs Monate entscheidend, so seien es heute nur mehr zwei, erinnerte Nüchtern an unsere schnelllebige Zeit. Das geringere Sortiment vergangener Tage hätte für wertvollere Produkte in den Buchregalen gesorgt. Nun sei zur Orientierung ein medialer Applausometer notwendig, um kostbare Zeit zu sparen, das Freizeitangebot Lesen effizient zu nutzen. Hier tritt der Kritiker in Kraft! Wir sehen also den Kritikergott im Dschungel die Milliarden und aber Milliarden aufgewirbelter Blätter für den Konsumenten aussortieren, ganz nach Aschenputtels System die Guten ins Töpfen, die Schlechten ins Kröpfchen. Der Kritikergott also als selbstverliebtes Turteltäubchen, der zum Wohle der Menschheit alles Schlechte hinunterschluckt, eine wahre Dienstleistung vollbringt und damit seinen sagenhaften Erfahrungsschatz dann als über jeden Verdacht erhabene Subjektivität ausrülpsen darf. Jaja, Bekanntheitsgrad erleichtert den Weg zum Parnass! Doch nein, dies sei keine selbstherrliche Willkür, verteidigte Nüchtern seinen Standpunkt, nein, es ist der Mut zur eigenen Meinung!
So redet sich der österreichische Literaturpapst in den Strudel seiner verwirrenden Kritikergefühle und schließt daraus ganz richtig, dass er entweder Teil der Lösung oder Teil des Problems ist. Nüchtern tröstet sich damit, dass es schließlich das mangelnde Selbstvertrauen des lesenden Konsumenten sei, das letzteren veranlasse, seine Urteilskraft an andere - nämlich Kritikern und Journalisten wie ihn selbst - zu delegieren.
Übrigens kam das Wort Objektivität und Wissen in Nüchterns Rede kein einziges Mal vor…
Es bleibt zu hoffen, dass der Leser Nüchterns nicht gerade revolutionären Tipp befolgt, ein Tipp, der ohnehin reflexartig geschieht, daher als gesunder Instinkt bezeichnet werden kann: Wenn Ihnen ein Buch nach den ersten (spätestens) 50 Seiten nicht zusagt, legen Sie es einfach weg … und ganz nebenbei, wer will sich schon quälen? Vor allem mit nichtssagenden Bestsellerlisten, die nicht einer ordentlichen Rezeption eines Werkes unterliegen, sondern einer schnellen Aburteilung, limitiert auf vielleicht - wenn überhaupt - lächerlichen 2000 Zeichen, damit sie ja in die Zeitungsspalte passen ... und dann wie Nüchtern selbst zugab, von Journalisten geschrieben, die voneinander abschauen. Die meisten Verlage klagen ohnehin, dass Journalisten bestenfalls Querlesen, oder sich gar zur Urteilsfindung nur an den Klappentext halten. Also: Vertrauen ist gut, Kontrolle bzw. eigenes Urteil besser!
Nach der "ernüchternden" Rede ging es nach einer kurzen Pause zu Sabine Grubers Personale über. Die 1963 in Meran (Südtirol/Italien) geborene deutschsprachige Schriftstellerin hat sich in den letzten Jahren durch ihre Lyrik, Essays, Hörspiele und Theaterstücke, vor allem aber durch ihre drei Romane im Buchmarkt ausgezeichnet: Aushäusige (1996), Die Zumutung (2003), Über Nacht (2007) und zuletzt Stillbach oder die Sehnsucht (2011). Die Schauspielerinnen Marion Reiser und Babett Arens des Landestheaterensembles sowie die Südtirolerin Gerti Drassl lasen aus verschiedenen Werken der Autorin. Es gab kurze Lyrik, Texte aus Anthologien, längere Auszüge aus ihren letzten drei Romanen sowie Ihre Reden zur Verleihung des Anton Wildgans-Preises der Österreichischen Industrie und des Walther von der Vogelweide-Förderpreises des Südtiroler Kulturinstituts, die sie beide 2007 erhalten hatte. Als weiterer Programmpunkt nach zwei Stunden und der zweiten Pause war Sabine Gruber im Gespräch mit Klaus Nüchtern angekündigt.
"Das Publikum zu unterfordern wäre das Schlimmste.", behauptete die neue Intendantin des Landestheaters NÖ Bettina Hering in einem Interview in der Zeitschrift morgen (5/12. S.14). Nach einer knappen Stunde Eröffnungsrede und einer anschließenden zweistündigen Lesung einer Autorin, die sich ausschließlich mit Themen wie Tod und Krankheitsbewältigung beschäftigt, kann man nicht über Unter- oder Überforderung diskutieren. Hier wurde das Publikum erschlagen und die Texte sprichwörtlich zu Grabe getragen. Die wenig akzentuierten Darbietungen der Schauspielerinnen entpuppten sich als schmucklose Grabbeigabe.
Die Veranstaltung fand direkt auf der nicht dekorierten schwarzgefärbten Bühne statt, das Publikum saß mit dem Rücken zum leeren Auditorium des Theaters, und verwandelte sich zusehends in ein Dormitorium. Fallweises unterdrücktes Gähnen in jeder Reihe, bis sich die Köpfe der Zuhörer merklich senkten, der eingeengte Blick zu den Vortragenden und die gedämpfte Lautstärke, die höchste Hörkonzentration erforderte, ließen das Publikum in einen erschöpften Schlaf gleiten. Zeitverzögerter Applaus nach dem zweiten Akt. Benötigte Frischluftzufuhr oder ein kühles Nass, möglichst mit viel Alkohol, ließ die Besucher nach draußen strömen. Wieviele von ihnen wohl zum Begräbnis zurückgefunden haben? Am Ende bewahrheiteten sich die Textausschnitte der Autorin, besonders Die Zumutung: Der Zuhörer wird zum Protagonisten und erlebt seine eigene Beerdigung. Tragisch! Um Klaus Nüchterns Tipp nochmals aufzugreifen und den Instinkt wiederzubeleben: Man soll gehen, bevor man stirbt …
Die Kritik fungiert schließlich als Seismograph, zeichnet die Schwingungen im Publikum auf, leitet sie an die Veranstalter weiter. Besonders nach einer einmaligen Aufführung, wie es an diesem Abend der Fall war, möge sie konstruktive Wirksamkeit erlangen.
Es sei daher besonders die unerträgliche Länge des Abends hervorzuheben, auf die nur im Kleingedruckten auf dem Plakat in der Vitrine und auf der Homepage des Landestheaters hingewiesen wurde, im Programm des Blätterwirbels selbst fehlte jeglicher Hinweis auf die Dauer der Veranstaltung. Ich erinnere mich im Jahre Schnee einer Theateraufführung im Studio Molière in Wien beigewohnt zu haben, wo bereits ein blinkendes Lichtband im Entree auf die vierstündige Länge des Stückes hinwies und zu Beginn der Aufführung ein Moderator eindringlich bat, das Stück NUR in der Pause zu verlassen. Und dann wäre noch die Kritik anzumerken, warum die Eröffnung des Blätterwirbels im Großen Haus eingepfercht auf der Bühne veranstalten, wenn sich doch hierfür die Theaterwerkstatt seit Jahren als idealer Raum ausgezeichnet hatte.
Es ist daher kein Zeichen von Provinzialität, wie es uns wichtige Medien des Landes weismachen wollen, wenn man in St. Pölten noch auf gute Manieren wertlegt und nicht wie in Wien mitten im Stück einfach aufsteht und geht oder gar wie in London dazwischenruft oder mit faulem Obst zu werfen beginnt, und das bitte schön schon seit Shakespeares Zeiten. Es ist nichts weiter als ein Zeichen von Anstand und Respekt, der Dame des Hauses noch eine weitere Chance zu geben. |
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16. Philosophicum Lech - 3. Tag: Thomas Macho. Rez.: Ingrid Reichel |
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Ingrid Reichel
Von der Ursache der Unterscheidung
16. Philosophicum Lech
Tiere - Menschen - Maschinen. Für einen inklusiven Humanismus
Thomas Macho
Samstag, 22.09.2012, 09.30 Uhr
Neue Kirche Lech am Arlberg
Univ. Prof. Dr. Thomas Macho (geboren 1952) ist Professor für Kulturgeschichte an der Humboldt-Universität Berlin. Eine seiner Forschungsschwerpunkte liegt in der Kulturgeschichte der Mensch-Tier-Beziehung.
Wenn 200 Jahre alte Schildkröten sterben, dann erinnert dies Thomas Macho an die unter dem Titel Crossways erschienene Lyriksammlung aus dem Jahr 1889 des Literaturnobelpreisträgers William Butler Yeats (1865-1939). Drei Zeilen aus der letzten Strophe des Gedichts The song of the happy shepherd bildeten fast acht Jahrzehnte später den Leitgedanken eines 1968 erschienenen Romans über das Träumen, Do Androids dream of electric sheep? von Philip K. Dick (1928-1982): "[…] And still I dream he treads the Iawn,/ Walking ghostly in the dew,/ Pierced by my glad singing through [...]"*
Mit Ridley Scotts (geb. 1937) mittlerweile zum Kultstatus erhobenen Science-Fiction-Film Blade Runner aus dem Jahr 1982 mit Harrison Ford als Rick Deckard wurde ein neues Filmgenre geboren: der Cyberpunk! Der Film hatte Dicks Roman als Vorlage, auch wenn sich der Film erheblich vom Roman unterscheidet, verhalf er Dick nach seinem Tod doch zu Ruhm.
Der Roman handelt vom Leben nach einem Atomkrieg, der die Erde kaum bewohnbar gemacht hat. Der Großteil der Überlebenden emigriert auf den Mars, die Verbliebenen werden zu Menschen zweiter Klasse degradiert. Die Gesellschaft auf der Erde baut eine neue Religion auf, den Mercerismus. Mit Hilfe einer Einswerdungsbox begibt man sich in eine virtuelle Welt, in der man mit der Heilsgestalt Mercer durch die Wüste pilgert. Während die Marsreisenden von Androiden, die von Menschen nicht mehr unterscheidbar sind, beschützt werden, sehen die Erdlinge letztere als Bedrohung an. Kopfgeldjäger wie der Protagonist Rick Deckard stehen nun vor dem Problem der Unterscheidung von Mensch und Maschine. Die beinahe völlig ausgestorbenen Tiere gelten nun als Statussymbol. Da sie selten und daher teuer sind, werden elektronische Attrappen gebaut, die ebenfalls von den echten Tieren nicht mehr differieren.
Spätestens mit den Erkenntnissen der 1934 geborenen britischen Verhaltensforscherin Jane Goodall (Wilde Schimpansen) und dem 1946 geborenen australischen Philosophen und Ethiker Peter Singer (Animal Liberation) habe die Metapher von der Krönung der Schöpfung ausgedient. Angesichts der Genforschung und der faszinierenden Beschleunigung der Evolution von Computernetzwerken, wer glaubt da noch an eine unstrittige Sonderstellung menschlicher Intelligenz?, fragt Macho.
Das angebliche Prinzip des Humanen, den fundamentalen Unterschied zwischen Tieren, Menschen und Maschinen sieht Macho in der Schrift L'échange symbollique et la mort des französischen Soziologen und Philosophen Jean Baudrillard (1929-2007) widerlegt. Für das Manifest Les damnés de la terre des algerischen Psychiaters Frantz Fanon (1925-1961) schrieb der französische Existentialist Jean-Paul Sartre ein vernichtendes Vorwort: " […] Der Mensch, das heißt bei uns: ein Komplize, weil wir alle von der kolonialen Ausbeutung profitieren. […] Ob aus Irrtum oder schlechtem Gewissen: nichts ist bei uns konsequenter als ein rassistischer Humanismus, weil der Europäer nur dadurch sich zum Menschen hat machen können, dass er Sklaven und Monstren hervorbrachte."
Wir sehen, wir haben uns in der Beziehung Mensch, Tier und Maschine nicht wesentlich weiterentwickelt. Nicht zuletzt sei die generalisierende Gattungsdifferenz daran schuld, nämlich die Selbstverständlichkeit, mit der eine begriffliche Grenze zwischen Tieren, Menschen und Maschinen, wie sie in der philosophischen Anthropologie gezogen wird.
Obwohl noch in der vorsokratischen Naturphilosophie der Mensch noch nicht als das Andere der Tiere gegolten hatte, war es erst Aristoteles (384-322 v. Chr.), auf dem man die Tradition einer Definition des Menschlichen (differencia specifica) zurückführen konnte. Dennoch hatte sich selbst Aristoteles an seiner taxonomischen Systematik der Zoologie selten orientiert, ist Macho überzeugt. Der griechische Gelehrte der Antike beobachtete Differenzierungen, Ähnlichkeiten und Vergleiche in Verstand, Gedächtnis, Vorstellungskraft und praktischer Intelligenz, dennoch lehrte er, dass nur der Mensch an der Vernunft (noûs) teilhabe.
Historisch sei es vorstellbar, dass Viehzucht und Sklavenhandel gemeinsam entstanden seien. Macho bezog sich hierbei auf den britischen Militärhistoriker John Keegan (1934-2012. Kultur des Krieges. 1995). Jedenfalls blieben die Definitionen des Menschen in der griechisch-römischen Antike fragil und mehrdeutig: "Tatsächlich waren die Menschen während mehrerer Jahrtausende viel weniger von ihrer existentiellen Einzigartigkeit überzeugt, als man nach der Lektüre moderner Texte zur Anthropologie vermuten würde." (Zitat: Macho). All diese Aspekte dürften für Macho den "inklusiven Humanismus" ausmachen. Im folgenden Abschnitt versuchte er mit der berechtigten Frage Welche Überlegungen, Erfahrungen und Kontexte denn die radikale Vertiefung des Grabens zwischen Tier und Mensch bewirkten? die Unschuld des Christentums zu beweisen.
Eine weitverbreitete Antwort zur Ursache der Differenzierung zwischen Mensch und Tier sei der Monotheismus, fuhr Macho fort. Doch mit der Geschichte der Arche Noah wäre die Konstruktion einer Gottheit, der es ausschließlich um den Menschen ginge, nicht mehr passend.
Auch die frühchristliche Naturlehre Physiologus (2.-4. Jhdt. n. Chr.), in der neben Pflanzen und Steinen ungefähr 60 Tierarten inklusive Fabelwesen beschrieben wurden, trug nicht nur zur Verbreitung des Christentums bei, sondern unterstützte die wohlwollende Symbiose von Mensch und Tier. Ebenfalls hätte der Humanismus nicht grundlegend das komplexe Verhältnis umgestürzt, ist Macho überzeugt und zitierte die Behauptung aus Pico della Mirandolas "Würde des Menschen", dass der Aufstieg der Menschen zu Engeln oder Göttern, sie nicht prinzipiell von Pflanzen und Tieren trennte, sondern der Unterschied sich nur durch ihre Moral, ihre Erkenntnis und Würde manifestierte. Bilder von Tiermenschen kamen nicht nur immer wieder in der Kunst und in Wunderkammern vor, sondern auch in den physiognomischen Studien Giambetta della Portas und in den medizinischen Traktaten Ambroise Parés, berichtete Macho. Bereits seit der Antike gab es Debatten um Tiervernunft und Vegetarismus, später waren sogar der Theologe Erasmus (1469-1536) und sein britischer Freund Thomas Morus (1478-1535) gegen Tiertötung und Jagd. Auch der französische Philosoph Michel Eyquem de Montaigne (1533-1592) polemisierte gegen den exklusiven Rang des Menschen gegenüber den Tieren. "[…] theoretische Rangordnungen und Ambivalenzen wurden durch vielfältige Techniken und Praktiken relativiert, in deren Horizont die Frage nach einer prinzipiellen Differenz zwischen Tieren und Menschen ebenso sinnlos erschienen wäre wie die neuere Frage nach dem Unterschied zwischen Menschen und Maschinen." (Zitat: Macho). Damit beendete Macho sein Plädoyer für den "inklusiven Humanismus", den er ausschließlich auf das Christentum bezog und ging zu seiner Schlussfolgerung über.
Erst seit der Industriellen Revolution und ihren Erfindungen ist der Mensch fähig, ohne Leistungen von Tieren, Maschinen zu betreiben, erinnerte Macho.
Macho vertritt die These, dass der Paradigmenwechsel von den agrarischen zu den industriellen Maschinen, dem wir zwar den wirtschaftlichen Reichtum und den technischen Triumph der letzten 200 Jahre verdanken, gerade jener Siegeszug sei, der den Menschen vom Tier getrennt hatte und damit erst Mensch und Maschine eine theoretische Legitimation gegeben wurde. Mit dieser Wissenschaft wurde ein Humanismus bekämpft, der lange Zeit als "inklusive Humanismus" praktiziert wurde, in dem es eine Solidarität unter allen sterblichen Wesen gab, schloss Macho seinen zum Nachdenken anregenden Vortrag.
Leider sprach Macho zu leise und zu wenig klar, dass, zumindest für das Publikum auf der Galerie, die Verständlichkeit nicht gegeben war, seinem Vortrag zu folgen. Viele Teilnehmer verließen angespannt die neue Kirche in Lech. Schade.
LitGes, Oktober 2012
* Der Gesang des glücklichen Schäfers. Deutsche Übersetzung: Mirko Bonné |
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16. Philosophicum Lech - 2. Tag: Klaus Albrecht Schröder. Rez.: Ingrid Reichel |
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Ingrid Reichel
Alter Hase
16. Philosophicum Lech
Das Tier in der Kunst
Klaus Albrecht Schröder
Freitag, 21.09.2012, 17 Uhr
Neue Kirche Lech am Arlberg
Dr. Klaus Albrecht Schröder (geboren 1955) studierte Geschichte und Kunstgeschichte an der Uni Wien. Von 1988-2000 leitete er das 1988 unter dem Namen Kunstforum der Länderbank gegründete BA-CA Kunstforum (Wien). Er ist seit 2000 Direktor der Albertina Wien.
Man hätte seinen eigenen Zauberhut verwetten können, wenn der Direktor der Albertina Klaus A. Schröder - als Hüter des populärsten Titelbildes der Welt - nicht Dürers Feldhasen (1502) zum Thema "Das Tier in der Kunst" aufgetischt hätte. So beginne er nicht mit der Höhlenmalerei von Lascaux, rechtfertigte sich Schröder. Das Tier in der Kunst sei nie interessanter gewesen als zur Zeit der Renaissance. Mit Albrecht Dürer (1471-1528) wurde bereits alles gesagt, was es zu diesem Thema zu sagen gäbe, ist Schröder überzeugt. Die nachfolgenden 450 Jahre bis zum 20. Jahrhundert würden nur das große Vorbild variieren, imitieren oder kopieren. Schröder hielt ein Plädoyer über Dürers Einmaligkeit und individuelle Anschauung, auch über seine progressive Art, das Tier und Modell raumlos auf Papier zu bringen. Dürer war nicht nur Künstler, sondern auch Forscher, wenngleich nicht im zoologischen oder anatomischen Sinne, gelten seine Naturstudien zu den Kostbarkeiten deutscher Zeichenkunst und Inkunabeln wissenschaftlicher Illustrationen.
Wiewohl Schröder zugab, dass Dürer nicht der erste Künstler war, den Hund als Symbol der Treue in seiner realen Erscheinung wiederzugeben. Bereits auf dem legendären Arnolfini Portrait, welches Jan van Eyck (1390-1441) 1434 anfertigte, ist ein Hund mitabgebildet. Gerade auf den altniederländischen Realismus van Eycks basiere auch Dürers Realismus.
Schröder sprang von Thomas Gainsborough (1727-1788) mit seinem Werk Der Morgenspaziergang (Mr and Mrs William Hallett - The Morning Walk, 1785) zurück zu Tizians (um 1490-1576) Karl V mit seiner Ulmer Dogge (1532-33) und wieder ins 17. Jahrhundert zu Diego Velázquez Gemälde Der Infant Philipp Prosper (1659), die alle bewiesen, dass der Hund auf höchster gesellschaftlicher Ebene integriert war. Dazwischen gab es kurz ein Portrait der Gegenwart des Künstlers Lucian Freud (1922-2011) von seiner ersten Frau Kathleen Garman Girl with a white dog (1950-51).
Schröder erwähnte die erhabenen Pferde von George Stubbs (1724-1806) und ebenbürtiges Gegenübertreten zwischen Mensch und Tier mit Peter Paul Rubens (1570-1640) Löwenjagd (1621).
Vom Tod im Dienste der Wissenschaft mit Experiment an einem Vogel in der Vakuumpumpe (1768) von Joseph Wright of Derby (1734-1797) wechselte er zum Beginn des Tierschutzes mit nur einem - dem ersten - aus einer Serie von vier Kupferstichen von William Hogarths (1697-1764) Vier Stationen der Grausamkeit (Four Stages of Cruelty: 1. First Stage of Cruelty (1751). – 2. Second Stage of Cruelty. – 3. Cruelty in Perfection. – 4. The Reward of Cruelty.). Obwohl dies schon Thema genug gewesen wäre, ging er zu den Animaliers über, den hochspezialisierten Tiermalern des 19. Jahrhunderts, allen voran Sir Edwin Landseer (1802-1873), der besonders wegen seiner skulpturalen Löwen am Trafalgar Square in London berühmt wurde: Dignity and impudence (1939), Monarch of the Glen (1851, Privatsammlung) und The cat's paw (1824), Bilder, die von der Verherrlichung der Natur einerseits, aber auch von der Heroisierung der Jagdgelüste und die Gier nach der Trophäe zeugen sowie den Durst nach Folklore befriedigen, andererseits aber auch Grausamkeiten darstellen. Von diesen ging es zu Bösartigkeiten weiter, wenn Der Affe als Maler (um 1836/1837) von Alexandre-Gabriel Decamps (1803-1860) portraitiert wird oder der Maler Paul Gauguin (1848-1903) seinen Kollegen und Freund Vincent van Gogh (1853-1890) als Affen darstellt.
Letzter Punkt in Schröders Exposé zeigte das Tier als Bedeutungsträger.
Gerade die Vermenschlichung und Zuordnung charakterlicher Züge zeigt die ambivalente Haltung des Menschen zum Tier. Als bestes Beispiel dient hierfür der Esel. Er ist einerseits Symbol für Faulheit und Einfalt aber auch für Genügsamkeit, Demut und Sanftmut, andererseits ein Zeichen für die Synagoge und damit des Judentums oder des Hochmuts, des Ungehorsams oder der Sturheit. In Rembrandts (1606-1669) Werk Bileam und seine Eselin (1626) ginge es letztendlich um das Unverständnis, ein Tier zu schlagen, als um die jüdische Prophezeiung Bileams, erläuterte Schröder. Ganz anders verhält es sich beim Paumgartner Altar (1503), den als Triptychon ausgeführten Flügelaltar von Dürer. Dort stehen Esel und Ochs als Sinnbild des Alten und Neuen Testaments.
Schröder führte noch ein anderes Tier vor, das als Symbol für Reinheit und Keuschheit steht: den Hermelin. Als Beispiel diente Das Mädchen bzw. Die Dame mit dem Hermelin (um 1490) von Leonardo da Vinci (1452-1519).
Auch vergaß Schröder am Ende seines Vortrags nicht die Abweichung im Sexualverkehr zwischen Mensch und Tier zur Sprache zu bringen. Die wunderbarste Beischlafszene biete immer noch das verschollene und dennoch vielfach kopierte Werk Leda und der Schwan (1529-30) von Michelangelo (1475-1564), so Schröder.
Zum Abschluss verwies er mit Pieter Bruegel dem Älteren (um 1520-1569) auf den betriebswirtschaftlichen Ungeist unserer Zeit: Die großen Fische fressen die kleinen (1556).
Es war kein leichtes Unterfangen ein nur einstündiges Referat über das zu allgemein gehaltene Thema Tiere in der Kunst abzuhalten. Deshalb wollte sich Schröder vorwiegend auf reine Tierdarstellungen konzentrieren: "Ein Thema klammere ich von vorn herein aus und damit Tausende Werke: all jene Bilder, auf denen ein Tier als Beiwerk und Attribut zu sehen ist, als Dekor oder Genremotiv."
Vielleicht wäre aber noch weniger, mehr gewesen, schließlich ist Schröder ja doch nicht bei der Renaissance stehengeblieben, sondern hat für gewisse Aspekte ganze Jahrhunderte Malerei in Bausch und Bogen präsentiert. Das 20. Jahrhundert hat Schröder in seinem eloquenten Vortrag dann doch nicht mehr untergebracht … nochmal Schwein gehabt! Vielleicht wären Hermann Nitschs Orgien-Mysterien-Spiele in seinem Schloss Prinzendorf in Niederösterreich für das Lecher Publikum etwas zu gewagt gewesen, aber für den Menschen und seine Natur mit Bezug auf die Gegenwart passender als Dürer oder Bruegel. Natürlich bietet das Thema unendliche Vielfalt. Schade nur, dass Schröder so konservativ bei den klassischen Alten Meistern geblieben ist, hatte die Albertina erst 2010 mit dem 1960 geborenen US-amerikanischen Maler Walton Ford ein herrliches Bestiarium der Gegenwart anzubieten (Ausstellung: Walton Ford - Bestiarium 18.06.-10.10.2010).
LitGes, Oktober 2012 |
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16. Philosophicum Lech - 2. Tag: Markus Wild. Rez.: Ingrid Reichel |
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Ingrid Reichel
Spieglein, Spieglein an der Wand…
16. Philosophicum Lech
Der Mensch und andere Tiere -
Überlegungen zu einer umstrittenen Redeweise
Markus Wild
Freitag, 21.09.2012, 9.30 Uhr
Neue Kirche Lech am Arlberg
Prof. Dr. Markus Wild (geboren 1971) ist seit 2012 SNF-Förderprofessor an der Universität Freiburg/ Schweiz. Von 2003-12 war er wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl Theoretische Philosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin.
Markus Wilds Recherchen betreffen unter anderem die Tierphilosophie und den Naturalismus. Für ihn steht fest, dass der Mensch ein Tier ist! Mit diesem Vortrag verhalf er den Zuhörern - mit schock-therapeutischen Maßnahmen -, diese Erkenntnis nachzuvollziehen.
Wild beruft sich auf die Aussage des Paleoanthropologen Steve Mithen: "Der Mensch ist ein Tier." (Buch Mithen: "The prehistory of the mind. A search for the origins of art, religion and science." 1998). Auch nichtmenschliche Tiere hätten geistige Fähigkeiten und diese seien durch die Evolution zu verstehen. Wild erläuterte, was diese Redewendung nun impliziere, warum wir diese These brauchen und worin ihr Widerspruch liege.
Zur Differenzierung zwischen Mensch und Tier wird erforscht, ob Tiere Kultur haben. Laut Definition des niederländischen Zoologen und Verhaltensforschers Frans de Waal ist Kultur eine Übertragung von Gewohnheiten und Wissen durch soziales Lernen (Interview 2002. Buch de Waal: "Der Affe und der Sushimeister. Das kulturelle Leben der Tiere." 2001).
Zunächst unterscheidet Wild zwischen tierischem und menschlichem Geist und die vielfachen Nuancierungen der Intelligenz - der technischen (Werkzeugherstellung), sprachlichen und sozialen (Absichten mitteilen und anderen zuschreiben), naturkundlichen (Wissen über andere Arten) und instrumentellen (Mittel zum Zweck) Intelligenz.
Anhand des Ausschließungsverfahrens wird klar, dass nur eine der zwei Aussagen: A Der Mensch ist ein Tier und B Der Mensch ist kein Tier, richtig sein kann.
Der Begriff "Mensch" wird einerseits als taxonomischer Begriff (Klassifikationsschema), andererseits als Kontrastbegriff verwendet. Es gilt zu klären, welcher Kontrast gemeint ist, ob beide Begriffe nicht ko-extensional (miteinander ausdehnbar) sind und ob sich der Kontrast nicht im taxonomischen Begriff erläutern ließe, fuhr Wild in seinen Erklärungen fort.
Nach der Philosophischen Anthropologie von Max Scheler (Die Stellung des Menschen im Kosmos, 1928) gibt es keine einheitliche Idee des Menschen, daher wäre die Sonderstellung des Menschen generell in Frage gestellt. Besteht der Mensch-Tier-Kontrast überhaupt zu recht? Und ist überhaupt der Mensch-Tier-Vergleich adäquat?, fragt Wild. Zwischen der Philosophie und der Biologie habe sich ein Zuständigkeitsproblem entwickelt, analysierte Wild, und obwohl der Mensch ein anderes Tier sei, gebe es nicht nur die eine unüberwindliche Differenz zwischen den beiden Spezies.
Überdenkt man Wilds Vortrag, muss man gestehen, dass der Mensch, der die Kirche im Dorf gelassen hat, der sich also als Teil des Tierreichs erkannt hat, sich dennoch als Tier plus X sieht.
Wenn Sie sich in den Spiegel schauen, und dies ist wohl der entscheidende Test, den Wild in diesem Philosophicum an das Lecher Publikum richtete, was sehen Sie dann? Sehen Sie einen Menschen, ein Tier, ein Tier plus X?
"Der Mensch ist ein Tier in dem Sinne, das jeder Mensch ein Lebewesen ist und Menschen eine biologische Art bilden.". Daher ist Wilds Konklusion: "Jeder Mensch ist mit je einem Tier numerisch identisch."
Haben Sie die These des Animalismus verstanden?
Es ist im Prinzip ganz einfach: Wenn Sie in den Spiegel schauen, sehen Sie ein Tier! Kein Tier plus X! Sie sehen das menschliche Tier, das denkt und spricht. Sie sind dieses denkende und redende Tier … finden Sie sich damit ab, es wird Ihnen kein Stein aus der Krone der Schöpfung fallen!
LitGes, Oktober 2012 |
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