Erscheinungsdatum und Einsendeschluss

etcetera 51 / viel-leicht
Diskurs zwischen Leichtigkeit und Schwere.
Das Adverb "vielleicht" drückt die Möglichkeit des Seins aus, und dennoch ist seine Silbenzusammensetzung in der deutschen Sprache verwirrend, fern von einem französischen "peut-être", auch einem englischen "perhaps, welches dem "par hasard" sehr ähnelt. "Viel" und "leicht" sind Gegensätze, drücken jedoch unser Konsumverhalten und unsere starken Ambivalenzen gegenüber so vielen brisanten Themen aus. Wir wollen viel haben und damit leicht durchs Leben kommen, keine schwere Last ertragen.

Dass das simple Wort "vielleicht" in seinem ganzen Ausmaß nur eine Eventualität ausdrückt, sich etwas annähert, einer Schätzung gleich, nichts Genaues und schon keine Gewissheit zulässt, also alles in Frage stellt, macht es zu einem würdigen Thema für das etcetera Nr. 51.

Am Ende ist folgende Anekdote richtig: Ein Kaiser von China soll es gewesen sein, versammelte alle Geistesgrößen seines Reiches, und bat diese das gesamte Wissen der Menschheit in einem Buch zu vereinen. Als der Kaiser nach etlichen Jahren ein dickes Buch überreicht bekam, war es ihm zu schwer und zu lange zu lesen. Also bat er die Gelehrten den Inhalt auf eine Seite zusammenzufassen. Der Kaiser wurde nicht jünger und als es denn soweit war, war er mit diesem einen Blatt überfordert. So gab er den Auftrag doch alles in einem Wort auszudrücken. Sie wissen auf welches Wort die Weisen und Klugen sich einigten? Richtig! Es war das Wort "vielleicht".

In dieser Ausgabe erwartet Sie ein Interview mit dem Direktor der Albertina, Klaus Albrecht Schröder über die Führung einer großen Institution; ein Gespräch mit der Autorin Zdenka Becker über ihr neuestes Werk "Der größte Fall meines Vaters"; eine Zusammenfassung über das 16. Philosophicum Lech, das die Frage aufwirft, ob der Mensch nun ein Tier ist oder nicht; eine Retrospektive über die Umweltkatastrophe in Japan und vieles, vieles mehr.

Redaktion: Ingrid Reichel
Betreff: vielleicht
Einsendeschluss: 15.12.2012
Präsentation: 27. März 2013, Frei:Raum St. Pölten
Es liest Zdenka Becker aus ihrem neuesten Roman "Der größte Fall meines Vaters" (erscheint im Deuticke Verlag Frühjahr 2013)
Heftkünstler: Gugging Art-Brut-Center

 

etcetera 52 / Körper
Der Körper in seiner Zwiespältigkeit zwischen Projekt und Subjekt,
als Manifestation der Person und Wohnstätte des Ichs
Heftkünstler: Erwin Wurm
Redaktion: Eva Riebler & Johannes Schmid
Betreff: Körper
Einsendeschluss: 15.02.2013
Präsentation: 15. Mai 2013, Stadtmuseum St. Pölten
Körperbetonte Lesung
Special Guest: Sascha

 

etcetera 53 / LitArena VI
Alle zwei Jahre stattfindender deutschsprachiger Literaturwettbewerb der LitGes St. Pölten für AutorInnen, die nicht älter als 27 Jahre sind!
1. Preis: Euro 500.-, 2. Preis: Euro 300.-, 3. Preis: Euro 200.-
Der Literaturpreis wird vom Land NÖ, Abteilung Kultur und Wissenschaft gefördert. Eine unabhängige Jury ermittelt die Preisträger.
Zu den Einreichbedingungen

Redaktion: Thomas Havlik
Betreff: LitArena 6
Einsendeschluss: 15.07.2013
Präsentation im Rahmen des Literaturfestivals Blätterwirbel: 23. Oktober 2013, Cinema Paradiso, St. Pölten
Preisverleihung und Lesung der Gewinner


 

etcetera 54 / blind
Von Teiresias bis Blind Date, von der blinden Wut zum blinden Gehorsam,
von Blindversuchen und unbelehrbaren Sehenden blinden...

Redaktion: Ingrid Reichel, Eva Riebler, Gertraud Artner
Betreff: blind
Einsendeschluss: 15.09.2013
Präsentation: November 2013