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Im Bann der Wüste: Steven Erikson. Rez.: Roman Riebler |
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Roman Riebler
WIEDERGEBURT
IM BANN DER WÜSTE
Das Spiel der Götter 3
Steven Erikson
München: Random House/ Blanvalet Verlag, 2000, 3. Aufl. 2001. 602 S.
ISBN 978-3-442-24940-4
Dieser Band hat mehrere Handlungsstränge, die wichtigsten seien erwähnt:
Ein Assassine, der sich auf eine beschwerliche Reise begibt, um Kenntnisse über einen Verrat zu bekommen muss die Wahreit widerstrebend akzeptieren. Auf dem Weg, die Imperatrix zu ermorden, durchquert er drei Kontinente, nur um zu erfahren, dass nicht alles so ist, wie es scheint. Um eine Allianz mit dem Erzfeind zu schmieden, hatte die Imperatrix scheinbar Einarm, einen ihrer Generäle, verbannt, damit dieser ihr nütze gegen einen weiteren barbarischen Feind, der Menschenfresser befehligt. Da ihm somit die Augen geöffnet werden, schreckt er vor dem Mord an der Imperatrix zurück.
Aus dem letzten Band wird der Handlungsstrang der Schwester der Mandanta weitergeführt. Die Gefährten, die sie aus ihrem Ort der Verdammnis befreit hatten, begleiten sie nun ins Herz der Wüste Raraku. Hier wird dieses Mädchen zur wiedergeborenen Seherin des Wirbelwindes, wie es von der Göttin des Wirbelwindes prophezeit worden war. Nun macht die reinkarnierte Frau sich mit ihren Leibwächtern auf den Rückweg in das Lager der Rebellen, wo sie ihre Anhänger, Intrigen und womöglich Verrat erwarten. Die mangelnde Loyalität ihrer Generäle zieht sich durch die weiteren Bände durch.
In einem weiteren Handlungsstrang wird Die Kette der Hunde, der Flüchtlingszug, der von Coltaine angeführt wird, kurz bevor diese 50.000 ihr Fluchtziel, die sichere Stadt Aren erreichen, verraten.
Mit Empathie erlebt der Leser den finalen Showdown, das Gemetzel vor den Toren der Stadt, das, wie der Leser weiß, verhindert hätte werden können. Ein Priester mit mentalen Fähigkeiten verursachte den Verrat und wird auch schuldig am Tode der Besatzung der Stadt Aren. Die Tragik, die darin besteht, dass ein Einzeltäter soviel sinnloses Leid verursachen kann, wird mit viel Pathos erzählt.
Die gute Gliederung, die Nachvollziehbarkeit mittels einer Karte und die abwechslungsreichen Handlungsstränge machen diesen Band lesenswert und bilden ein geglücktes Bindeglied zwischen Fantasy und realer Vorstellungskraft.
LitGes, November 2011 |
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Das Reich der sieben Städte: Steven Erikson. Rez.: Roman Riebler |
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Roman Riebler
WIDERSTAND
DAS REICH DER SIEBEN STÄDTE
Das Spiel der der Götter 2
Steven Erikson
München: Blanvalet Verlag/ Random House, 2000.
4. Auflage, 2001. 510 S.
ISBN 978-3-442-24941-1
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Steven Eriksons zweiter Band führt uns in das Reich der sieben Städte welches von den Malazanern erobert wurde. Dort brodelt nun der Widerstand unter der Führung der Seherin Sha´ik, die ein Heer von Aufwieglern zusammenstellt. Gleichzeitig versucht die Imperatrix Laseen mittels Säuberungen unter dem Adel ihre Macht zu festigen. Um die Loyalität ihrer Mandanta zu prüfen, wird deren Schwester in die Otataral (ein Anti-Magisches Erz) Minen gebracht. Dort gleitet sie ab in eine Welt aus Drogen und Prostitution. Schaffen es ihre Gefährten, sie aus diesem Milieu wieder hinaus zubekommen?
Ein weiterer Handlungsstrang erzählt über die Kette der Hunde, einen Flüchtlingszug unter der Führung des Häuptlings Coltaine. Zuerst werden sie von Streitkräften des Widerstands aus er Stadt Hissar vertrieben, nur um dann einen langen Marsch durch die Wüste anzutreten. Der Feind klebt ihnen natürlich an den Fersen und versucht mit Scharmützeln die Moral der Flüchtenden zu brechen. Und als ob das nicht schon genug wäre, behindern arrogante Adelige den Trupp, wo sie nur können. Das sind nur zwei von insgesamt sechs Handlungsträngen. Unter den stets spannend erzählten Handlungen gefällt mir der Part mit der verstoßenen Schwester am besten. Er ist psychologisch wertvoll, weil man miterlebt, wie sie sich langsam zur Erwachsenen entwickelt. Weiters verleihen ihre ironischen Kommentare dem Ganzen eine besondere Würze. Ob die Mandanta und ihre Schwester wohl ein Wiedersehen feiern, dass macht Lust auf den nächsten Band.
Verpflichtend für jeden Fantasy-Leser!
LitGes, Januar 2011 |
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Die Gärten des Mondes: Steven Erikson. Rez.: Roman Riebler |
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Roman Riebler
AUG IM AUG
DIE GÄRTEN DES MONDES
Das Spiel der Götter. Fantasy Zyklus Teil 1
Steven Erikson
Aus dem Englischen: Tim Straetmann
Originaltitel: Gardens of the Moon. A Tale of the Malazan.
München: Blanvalet Verlag/ Random House, 1999. 798 S.
ISBN 978-3-442-24932-9
Steven Erikson, geboren 1959 in Kanada, lebt mit seiner Familie in der Nähe von London. Seinen weltweit beachteten Debütroman „Die Gärten des Mondes“ legte er 1999 vor. Die Serie „Das Spiel der Götter“ zählt zurzeit 13 Bände.
Mit den letzen Seiten anzufangen, empfiehlt sich bei "Die Gärten des Mondes" von Steve Erikson ganz besonders. Nicht etwa um schon das Ende zu erfahren, sondern um sich im Glossar einen Überblick über die verschiedenen Charaktere, Magieformen, genannt Gewirre, Götter, Gruppierungen und verschiedene Rassen zu verschaffen. Anfangs ist dies auch bitter nötig, da man ohne lange Einleitungen, wie ein Fisch ins Wasser geworfen wird. Belohnt wird man dafür mit einer sowohl komplexen als auch stimmigen Welt und Geschichte abseits der ausgetretenen Fantasy Pfade.
Die Handlung dieses ersten Bandes beschränkt sich auf nur einen Kontinent. Das malazanische Imperium hat sich auf dem Kontinent Genabackis ausgebreitet. Ganz Genabackis? Nein! Die letzte freie Stadt, die sich selbst regiert, heißt Darujhistan. Die fliegende Festung Mondbrut bietet Schutz und Hilfe an. Das Imperium bekommt Verstärkung durch einen wiedererweckten Zauberer, der sich als großer Zerstörer entpuppt, jedoch schlussendlich besiegt werden kann. Darujhistan wird nicht sonderlich zerstört und kann weiterhin frei existieren. Als Zwischenhandlung wird ein Lob auf die Freundschaft gesungen und genauso pädagogisch wertvoll erweist sich für das Lesepublikum der Rat, dass das beste Leben ein unauffälliges Leben sei, da einem die Götter dann nicht benutzen können.
Besonders auffällig ist die Vielzahl der wechselnden Handlungsstränge. Der Autor liebt es mit unkonventionellen Charakteren zu jonglieren, die nicht nur ihre eigenen Handlungen und somit sich selbst hinterfragen. Die Protagonisten können weder in Gut oder Böse eingeteilt werden, sie entwickeln sich weiter und erweisen sich als vielseitig und ungewöhnlich komplex. Die Spannung wird stets durchgehalten. Unbedingte Leseempfehlung!
LitGes, November 2010
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