Lesung zum internationalen Tagebuchtag, 24.10.17

24.10.17, 19 Uhr STADTMUSEUM, Prandtauerstr. 2, St. Pölten.
Literarische Gesellschaft St. Pölten

Lesung zum internationalen Tagebuchtag

Das Tagebuch ist der Beginn fast allen literarischen Schaffens. Seit 2006 wird eine Spezialbibliothek für veröffentlichte Tagebücher und Autobiografien sowie eineTagebuchtsammel- und Schreibstelle – gefördert von WienKultur - aufgebaut.

Die LitGes St. Pölten unterstreicht die Bedeutung des Tagebuch-Schreibens jeden Herbst mit einer eigenen Lesung mit Musik aus oder vor den Regalen. Diesmal hören Sie die intimen Aufzeichnungen dreier LitGes-AutorInnen:

 

Ingrid Messing/Frauenkirchen, Ernst Punz/St. Pölten, Franz Jansky/Loosdorf
Musik: Cello & Cello von und mit Veronika Schmid und Taner Türker.

Durch den Abend führt LitGes-Obfrau und Herausgeberin d. Zeitschrift „etcetera“ Eva Riebler. Buffet/Eintritt frei.

 
Eva Riebler- usw.

Mein Name ist mit dem Wort „usw. – etc.“ verbunden. „Usw.“ heißt Übleis als Zusatz zu Riebler und die Zeitschrift der Literarischen Gesellschaft St.P. heißt „etcetra, Literatur und so weiter.“. Das „usw.“ steht hier wie in meinem Leben für die bildende Kunst.

Die Arbeit, um jährlich vier Zeitschriften zu jeweils neuen Themen mit ca. 70 Seiten herauszugeben und mit Autoren und Künstlern an verschiedenen Orten eventartig zu präsentieren, ist vor allem bereichernd. Wer kann schon mit so vielen verschiedenen, interessanten Menschen dermaßen ungezwungen und produktiv arbeiten? Zudem macht es mich jedes Mal überaus zufrieden und glücklich, wieder eine überraschungsreiche, spannende Lesung/Präsentation eines „etcetera“ -Heftes vor Publikum in Seitenstärke über die Bühne zu bringen.

Mittlerweise ist es das 55. Heft, das ich herausgeben darf/kann und das 15. Jahr, welches ich die LitGes führe.

Mein literarisches Vermögen geht in den Schreibwerkstätten und den Heften „etcetera“ auf und vervielfältigt sich auf wunderbare Weise. Dafür wurde ich soeben mit der Zugehörigkeit zum Österreichischen PEN und Internationalen PEN überaus belohnt und gewürdigt. Das freute mich natürlich sehr!

Ja, zum literarischen Vogel im Kopf, habe ich auch noch ein kreatives Zwitschern im Bauch!

Was das ist?

Meine Inspirationen und meine kreative Getriebenheit münden im Formungswillen und im Formwillen. Der Formungswille gebiert Tonfiguren und Holz- und Specksteinskulpturen und der Formwille Farben & Formen, meist abstrakt, auf Papier und Leinwand. Und worum geht es in meinen Werken? Es geht meist um Menschen, die jedoch nicht aufs Physische reduziert sind, sondern als Wesen mit gegenseitiger Beeinflussung/Durchdringung gezeigt werden. Das Figurative bildet eine Symbiose mit dem Ausdruck von Gefühl und Regung!

Es ist wie in der Literatur und bei meiner Lieblingsbewegung/-bewegtheit, dem Tango Argentino: Es geht um das sorgsame Spiel von Differenzierung und Vereinigung von Perspektiven & Gefühltem!

Eva Riebler-Übleis

 
Rückblick: 30 Jahre Zeitschrift der Literarischen Gesellschaft St.P.

Mit der Präsentation am 1.6.2016 des Heftes „etcetera“ 64 BILDTRÄGER geht nun das 30. Jahr, das die Literarische Gesellschaft mit dem Bestehen ihrer Zeitschrift feiert, zu Ende. Sie wurde als Nachfolgeprojekt der literarischen Publikation "das pult" von Klaus Sandler und der Zeitschrift "Limes" und "Edition Limes" 1985/86 gegründet.

Unter der Obfrau Dr. Doris Kloimstein (1998) und dem Team Mag. Susanne Helmreich, Renate Kienzl und Mag. Ernst Kienzl als Layouter wurde die großformatige Zeitschrift "literarisch kulturellen Magazin etcetera" den St. Pöltnern vorgestellt. Dr. Doris Kloimstein verlieh den Präsentationen der jeweils aktuellen Ausgaben den Charakter von Events und baute ein Netzwerk von und für Literatinnen und Literaten auf. Regelmäßiger Treffpunkt für Literaturinteressierte, die Jour-fixe, die LitArena-Lounge mit dem 1. St.P. -  und auch zeitgleich mit dem 1. Wiener  - Poetry Slam wurden gegründet.  Als Doris Kloimstein ab 2003 aus beruflichen Gründen ausschied, wurde Vorstandsmitglied Mag. Eva Riebler als  Germanistin nun Obfrau und arbeitete mit Vizeobmann Alfred Koch als Layouter bis 2005/06 zusammen. Seither kommt das Layout des nunmehr farbigen und auf meist 72 Seiten starken „etcetera“ Magazines aus der Hand von Gerhard Axmann.

Der auf Anregung Thomas Havliks ins Leben gerufene LitArena Literaturwettbewerb für literarischen Nachwuchs, hat 2015 beim 7. LitArena-Heft Dipl.Soz. Cornelia Stahl übernommen. Den von Thomas Fröhlich initiierten Poetry Slam "LitArena LitGes Lounge" für unkonventionelle Literaturvermittlung übernahm bis 2014 Thomas Havlik und übergab nun an Andi Goreis. Ingrid Reichel war von 2004 bis 2013 nicht nur erfolgreiche Redakteurin, Rezensionistin und  Kassierin, sondern organisierte ab 2006 eine neue Litges-Homepage und Webauftritte im Online Forum sowie den Newsletter. Seit dem Weggang von Theresia Punz als Kassierin (2013-2015) ist nun neu die Kassa in den Händen von Karin Eibel geparkt.

Eva Riebler-Übleis gibt seit dem Heft „etcetera dreizehn“, seit nunmehr 13 Jahren mit wechselndem Team (Johannes Schmid, Cornelia Stahl, Alexander und Gerti Artner, Thomas Fröhlich u.a. …)  die Zeitschrift heraus und organisiert die Präsentationen, den Tagebuchtag im Rahmen der Blätterwirbel Literaturfestes im Herbst, die monatlich (am ersten Mittwoch um 18 Uhr im Büro) stattfindenden Schreibwerkstätten und ist verantwortlich für Events wie LitArena oder den Poetry Slam und vor allem für die 2016 nunmehr 13. Schreibwerkstätte im Schloss Drosendorf anfangs August.

 
LitGes-Tagebuchtag 2015 in der Buchhandlung Schubert

Wie jeden Herbst feierte die LitGes den Tagebuchtag in der Buchhandlung Schubert mit der Lesung zweier litGes-Autorinnen.

Der Pianist der StP Gruppe Sweet Swing Coffee, Sebastian Schmid, erfreute das zahlreiche Publikum!

Flyer ansehen

 
 
15. Poetry-Slam der LitGes im Cinema Paradiso, 11.6.15

Am 11.6.15 fand der 15. Poetry-Slam der Litges im Cinema Paradiso statt. Andi, Slammaster aus Wien, der auch im Vorjahr moderierte brachte Gäste mit, die den Einstieg erleichterten und für Power sorgten. Dieses Jahr war unter den Teilnehmern weniger das Rezitieren gefragt, sondern der neue Schwerpunkt, „Erzählen mit Handlung oder Spannung auf das Ende“ sowie „Politsatire“ zu bemerken.

Am dritten Platz Frau Deutsch entsprach dem, was man sich unter einem klassischen Slamer vorstellt. Am zweiten Platz hielt Thomas eine Rede gegen … und Simon Thomaz, der von der sechs-köpfigen Jury auf den ersten Platz gekürt wurde, kündete von de politischen Missständen in Deutschland, Österreich und anderswo.

 

 
LitGes präsentierte ihr 57 Heft "etcetera" zum Thema "konkrete Poesie" im Cinema Paradiso St. Pölten

Präsentation des Heftes 57 KONKRETE POESIE

im Cinema Paradiso, am 15.10.2014 mit dem Heftkünstler Josef Linschinger und LM-Direktor Carl Aigner sowie DJane Miss Marple.

Von der Logik und der GEGENständlichkeit unbefriedigt wagten sich so manche Autoren, nicht nur Lyriker, sondern auch Erzähler und Dramatiker aufs Gelände des Naiven, Formelhaften.

Auch einem sprachlichem UNSINN, einer Verballhornung kann Faszination innewohnen oder die Ahnung eines Tiefsinnes.

Durch diese GEGENläufigkeit zum Mainstream der Literatur wurde die konkrete Poesie geboren. Kalter HUMOR, kontrollierter Unterdruck sind die poetischen KÜHL-Mittel – so bereits Enzensberger in den 60er Jahren.

So finden wir, setzte Eva Riebler-Übleis in der Eröffnung des Abends im Cinema und Einleitung zum Thema fort – die Montage von Lauten, Buchstaben, Wörtern nicht nur im und als Bild.

Kurz und gut: nicht WIRKLICHKEIT muss wiedergegeben werden, eine neue Wirklichkeit wird geschaffen!

Paul Celan: die Wirklichkeit ist nicht, sondern muss gesucht und gewonnen werden.

Dieses Heft wie die Präsentation der Werke von Josef Linschinger bieten ein Feld an Herausforderungen. Linschingers kodierte Sprache arbeitet mit mathematischer Genauigkeit, Kalkulierbarkeit und System. Seine Bilder und Visuals bringen einen Vorstoß ins Sprachlose.

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(c) Fotos: Eva Riebler-Übleis
Josef Linschinger und LM-Direktor Carl Aigner

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(c) Fotos: Anita Tauss

 
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Claudia Zawadil, Eva Riebler-Übleis, Josef Linschinger, Gerhard Axmann

Wir sehen die konkrete Poesie als bildende oder als Sprachkunst! Im Kontext der bildenden Kunst ist sie oft geistige Abstraktion. Auf alle Fälle finden wir ein RESERVOIR für IDEEn und an IDEEn!

Eva Riebler-Übleis

 
LitGes-Tagebuchtag 2014 in der Buchhandlung Schubert

Tagebuchtag der LitGes 2014

Es berichtet Eva Riebler-Übleis vom Abend in der Buchhandlung Schubert, Wienerstr. 6, St.P. vom 30. Okt. 2014

Zum 5. Mal würdigte die LitGes den Tagebuchtag mit einer Lesung. Vor neun Jahren rief die Wienerin Traute Molik-Riemer diesen Erinnerungstag ins Leben. In der Dokumentations-Sammlung am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien werden bereits rund 3000 private Tagebücher in der „Dokumentation lebensgeschichtlicher Aufzeichnungen“ gesammelt und als Forum unter www.MenschenSchreibenGeschichte.at angeboten. Am Institut für Geschichte befindet sich außerdem eine Sammlung betitelt „Frauennachlässe“, die von Prof. Dr. Christa Hämmerle betreut wird.

Das Tagebuch ist allen Schreibens Anfang!

Der Autor Dietmar Grieser hingegen betrachtet die Tagebücher als Reservoire zum Ausplündern für seine historischen Recherche-Romane.

So wie Erika Pluhar ihre erste Buchveröffentlichung 1980 „Aus Tagebüchern“ betitelte und immer noch Tagebuch in großen Büchern schreibt, sogar mit Feder und Tinte, wie sie sagt, - so zeigte die Lesende Marlen Kühnel aus Wien an diesem Abend ihre alten und neuen großen DIN A4 Tagebuch-Hefte und gab Kostproben daraus. Sie schrieb einen Roman über Männerbeziehungen „Bis dass der nächste Mann erscheine“, und ein Werk, das sie mit Interviews mit bekannten Frauen füllte, vor allem ist sie Lyrikerin. In ihren Tagebüchern wird gefeilt und durchgestrichen, bis das Gedicht sitzt, passt und der Veröffentlichung, in diesem Fall vor Ort, harrt. Als Gitarrist aus Wien/Syrien gab Fadi Al Abt seine Flamenco-Klänge als lyrischen Unter- und Zwischenton zum Besten.

Als zweiter Autor war der gebürtige St. Pöltner Michael Ziegelwagner geladen. Er lebt heute als Autor und Journalist in Wien/Frankfurt und präsentierte sein drittes Werk „der aufblasbare Kaiser“ Rowohlt 2013, mit dem er auf der Long-List des deutschen Buchhandels landete und mit so namhaften Österreichern wie Streeruwitz oder Köhlmeier ausschied. In seinen letzten beiden Bänden, „Café Anschluss“ nahm er stets die Deutschen und deren geradlinigen Charakter, der oft so gar nicht zur österreichischen Wurschtigkeit, Todesoder Knödel-Sehnsucht passt, aufs Korn und in diesem Band den Wiener Club der Monarchisten und das Weltbild der Mitglieder.

Ziegelwagner sprühte wie erwartet vor Humor, Sarkasmus und tiefgründigem Witz!

Die Buchhandlung Schubert sprühte ebenfalls, und zwar platzte sie ob des überaus zahlreichen Publikumsandrang aus allen Nähten! Und so soll es ja bei Lesungen sein!

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(c) Fotos: Claudia Zawadil

 
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Susi Sandler, Marlen Kühnel, Eva Rie.-Ü., Mich. Ziegelwagner, Fadi Al Abt

 

 
Drosendorf Schreibwerkstätte 4. bis 8. Aug. 2014
 
 

Drosendorf Schreibwerkstätte
Schloss Drosendorf / NÖ

Mit öffentlicher Lesung “Unter dem Sonnenschirm“

4. bis 8. Aug. 2014
im historischen Ambiente des Schlosses

Täglicher Schreibauftrag mit Feedback in gemeinsamer Runde
Teilnahme für alle LiteratInnen und Begleitpersonen gratis
Zimmer im Schloss, Preise ca. 38 - 44 Euro/ Nächtigung (inkl. Frühstück)

Leitung Mag. Eva Riebler-Übleis


Anmeldung an die  This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it
Oder unter  This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it
0664 21 16 575

 

 

 

 
LitGes präsentierte ihr 56 Heft "etcetera" zum Thema WUNDER im Stadtmuseum St. Pölten

21.5.14 im Stadtmuseum St.Pölten

Ein interessanter Abend mit Leseproben aus dem neuen Heft „etcetera“ 56  zum Thema WUNDER, Objekten der Heftkünstlerin Elisabeth Homar vor Ort und den z.T. skurrilen Texten der beiden Lesenden.

Textprobens zum Heft 56 WUNDER siehe auch Homepage litges.at Menüpunkt: „etcetera“

Am Foto v.l.n.r.: Bürgermeister Mathias Stadler, GR Thomas Kainz und Max Wallner, Obfrau Eva Riebler-Übleis, Lesende: Roman Benaglio/Graz und Brigitta Pokornik/Plankenberg; 
Foto © Mayer
 
 
 
LITGES POETRY-SLAM am 10.4.14

LITGES POETRY-SLAM am 10.4.14, 21 Uhr im Cinema Paradiso, Rathausplatz St. Pölten.

Der LitGes-Poetry-Slam ist der erste, wenn auch nicht mehr der einzige Poetry-Slam St. Pöltens. Wer Meisterschaftspunkte sammeln will, kommt hierher! Poeten und Poetinnen versucht an diesem Abend in einer per Losentscheid gezogenen Reihenfolge das Publikum in seinen Bann zu ziehen, wofür den TeilnehmerInnen genau 4 Minuten Zeit zur Verfügung stehen. Verspielte Wortverdreher, kritische Denker, emphatische Flüsterer und aggressive Schreier, Komödianten, Satiriker und Hip-Hopper: Erlaubt ist, was gefällt – solange es nicht langweilt. Verboten sind lediglich musikalische Darbietungen und Kostüme. Das Wort und der Vortrag zählen.

Eine Juri, gewählt aus dem Publikum, bestimmt, wer als „Slamer des Abends“ Ruhm, Ehre, ein Preisgeld von 100 EUR und ein Jahresabo der Literaturzeitschrift etcetera mit nachhause nehmen darf.

Aber weniger der Wettbewerb sondern die Mischung aus Spoken-Word, DJs und entspannter Beislkino-Atmosphäre stehe im Vordergrund.

Slam-Master Andi Moderation,
Organisation LitGes

10.4.14, 21 Uhr, Eintritt und Teilnahme frei! Anmeldung 15 Minuten vor der Veranstaltung direkt im Kino. Einen zweiten Text für eine mögliche Endrunde mitbringen!

 

 
LitGes präsentierte ihr 55 Heft "etcetera" zum Thema VERLOREN im Cinema Paradiso.
LitGes präsentierte ihr 55 Heft "etcetera" zum Thema VERLOREN im Cinema Paradiso. 
 
Das Heft sowie der Heftkünstler Norbert Gmeindl aus Melk/Korneuburg wurde mit seinen Grafiken von den RedakteurInnen vorgestellt. Der Kärtner Autor, Essayist und Kolummnenschreiber Egyd Gstättner las aus seinen drei Werken des Jahres 2013: Jörg Haider flog durchs Gebirg, Hansi Hinterseer rettet die Welt und Das Geisterschiff. LitGes demnächst:
 
Am 20.4. gibt es den LitGes-Poetry-Slam mit dem neuen Slammaster Andi im Cinema Paradiso um 21 Uhr. Es winkt ein Preisgeld von 100.-- und internationale Slampunkte.
 
Am 19.4. OSTERSPAZIERGANG, 15 Uhr bei der Seedose, Viehofen für Literaten, Zuhörer und Eierpecker. Texte mitbringen! Eigene oder fremde!
 
(c) Tatjana Eichinger/Red., Eva Riebler-Übleis/HG., Egyd Gstättner/Autor, Johannes Schmid/Red. (c) Egyd Gstättner/Klagenfurt
(c) Foto: Tatjana Eichinger/Red., Eva Riebler-Übleis/HG., Egyd Gstättner/Autor, Johannes Schmid/Red.
(c) Foto: Egyd Gstättner/Klagenfurt
 

 

 
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