33/ Lyrik: Martin Dragosits
Martin Dragosits
CRY BABY
Über Jim und Jimi
habe ich Gedichte geschrieben,
Janis darf nicht fehlen,
eine texanische Schnapsdrossel,
ein schircher Apparat, wie man bei uns sagt.
Talente werden ungleich vergeben,
damit der Hochmut wenig Arbeit hat.
Du hast Deine Stimme bekommen,
ein Markenzeichen als Orkan.
Dein Lied über die Freiheit
wird als Autowerbung
missverstanden.
Ist es so schwierig
zuzuhören?
Wo sind all die Blumenkinder
hingegangen?
Wechselten sie von Woodstock
direkt in die Marketingabteilungen,
zu den Fließbändern,
um ihre Kredite abzuzahlen,
für die immervollen Kühlschränke
ihrer Einfamilienhäuser und gefräßigen Kinder?
Stiegen sie für ein paar Jahre aus,
um später unweigerlich quer einzusteigen?
Love und Peace, solange
das Benzin preiswert ist?
Aus den Kriegen sind Interventionen geworden.
Die Sprache macht vieles möglich.
Just nothing left to loose.