Landestheater NÖ. Kindertheater: Grüffelo. Premiere, 3. Oktober 2015. Rez.: Eva Riebler-Übleis

Eva Riebler-Übleis
"Na ja"

Landestheater NÖ 3.10.15 Premiere
Werkstattbühne Saisoneröffnung Kindertheater
Grüffelo

Von Julia Donaldson, Axel Scheffler
In einer Fassung von Nehle Dick für das Landestheater Niederösterreich

Bereits 1999 wurde Der Grüffelo der britischen Autorin Julia Donaldson mit Illustrationen von Axel Scheffler herausgegeben. Die Regisseurin und Theatervermittlerin Nehle Dick, die das Klassenzimmertheater Die Waffen nieder! inszenierte, verband für das Landestheater Niederösterreich Der Grüffelo und die Fortsetzung Das Grüffelokind zu einem eher textarmen, nicht überzeugenden Theaterstück.

Das Monsterkind im Walde begegnet den Tieren und agiert mutig und tritt in Konkurrenz mit der phantasievollen Maus, die als Schutz vor anderen wilden Tieren behauptet, dass sie den großen Grüffelo gesehen und gehört habe. Die Einschüchterungstaktik der Maus geht auf. Sie wird weder von der Eule, dem Fuchs noch der Schlange und auch vom Grüffelokind nicht gefressen.

Die Produktion verlief energielos und ziemlich langweilig. Othmar Schratt; Martin Bergmann und Katharina Pizzera, beide erstmals als Gäste im Ensemble des Landestheaters Niederösterreich, konnten nicht überzeugen und vor allem nicht singen. Daher blieb eine mitreißende Atmosphäre aus. Auch die Kostüme, gestaltet von Eva Gumpenberger, schauten alt bis schäbig aus. Ausnahmen bildeten die phantastische, riesige Eule und die überdimensionierte Schlange, die witzig wirkten.

Viel spritziger waren frühere Kinderproduktionen im Landestheater, man denke vor allem an „Das kleine Ich bin ich“ oder „Jim, der Lokomotivführer“

Ein Lob verdient das Programmheft, das kindgerecht Zeichenaufgaben, Ausschneidemaske, das  Lied des Grüffelokindes beinhaltet und Fragen zum Thema „Ungeheur“ beantwortet.

LitGes, im Oktober  2015

Mehr Kritiken aus der Kategorie: