Nimi Livi: Best Friends

Tatjana Eichinger

Nimi Livi:
Best Friends Band I
Der Anfang

BoD-Books on Demand
Norderstedt
2020, 172 Seiten
ISBN 978-3-7526-8937-2

Freundschaft, Inklusion und Diversität: Große Themen, welche die Protagonist_innen in dem Erstlingswerk der jungen Autorin ganz selbstverständlich leben. Ein Selbstverständnis, das Nimi Livi sich erst erarbeiten musste. Die Autorin wurde im Alter von 14 Monaten aus einem indischen Waisenhaus adoptiert und ist im Pielachtal aufgewachsen. Ihre Sprechmuskulatur
und ihre Feinmotorik sind beeinträchtigt. Seit sie dreizehn Jahre alt ist, schreibt sie all das, was sie bewegt, in Form von Geschichten auf. Auch ihr Alter Ego Lisa erlebt Mobbing. Doch diese erhält die Chance in einer Parallelwelt auf dem fiktiven Kontinent Core, an der Highschool in Felscity in ein neues Leben zu starten. Anfangs erinnert die Geschichte an Harry Potter: „Ihr werdet in einer Wohngemeinschaft leben und eine Klasse hat den Namen Teenieclass, und eure wird den Namen Regenbogennation führen. Zusammen seid ihr Livindor.” (S. 19)
Doch hier wird nicht gezaubert. Hier wird eine Welt kreiert in der Freundschaft und Zusammenhalt eine tragende Rolle spielen, in der sich Lehrer und Schüler auf Augenhöhe begegnen und Lernen als kreativer Prozess stattfindet. Die Geschichte gliedert sich in 64 überschaubare Kapitel, welche die Geschehnisse eines Schuljahres abbilden. Umweltschutz und Tierliebe, Ursprungs -und Adoptivfamilie, multikulturelles Zusammenleben, Integration und Diversität werden thematisiert. Zart schwingt erstes Verliebtsein zwischen den Zeilen. Fantasiebegriffe und Anglizismen mischen sich, der „Magicboy“ und das „Powergirl“ sind genauso vertreten wie der „Mother Gottes Orden“.
Das Buch wird empfohlen für Kinder bis 11 Jahre. Es macht Lust zum Vorlesen, in die Welt von Nimi Livi einzutauchen, die sie als Teenager ihrer Realität entgegenstellte.
Mehr von der jungen Frau erfährt man in ihrem Blog „Nimisworld” in dem sie u. a. über positive Lebensweise schreibt.

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