Festspielhaus St.Pölten, Tonkünstler plugged-in: Emerson, Lake & Palmers Symphonic, 17.02.2016. Rez.: Eva Riebler-Übleis
Eva Riebler-Übleis
Jazz me if you can! Man könnte süchtig werden!
Festspielhaus 17.2.2016
Tonkünstler plugged-in: Emerson, Lake & Palmers Symphonic
Dirigent Yutaka Sado
Ein Konzert der Sonderklasse. Ernst Jandl hätte gerufen: Jazz me if you can!
Das Tonkünstlerorchester hatte mit dem Dirigenten Sado eine eigene Orchesterfassung der 2. Platte der Rockband „Emerson Lake & Palmer“ erarbeitet. Und zwar „Tarkus“ aus dem Jahre 1971. Eine wilde, kreative Symphonic-Rock Aufführung, die trotz pompöser Teile zu sanften, zarten Vogelstimmen wechselte oder ruhig esoterisch dahin floss.
Am Klavier einzigartig Yosuke Yamashita (geb. 1942), der seit 1969 seine Solokarriere im Free-Jazz Stil in Amerika, Europa oder Japan betreibt. Berühmt und einzigartig! Da er üblicherweise, wenn nicht auf Jazzfestivals, mit Symphonieorchestern spielt, lud ihn das Festspielhaus St.P. ein mit den Tonkünstlern zu gastieren. Er brachte seinen 4. Satz der „Encounter“ Komposition aus dem Jahre 2000 und die „Rhapsody in Blue“ von George Gershwin sowie als großartige & großzügige Zugabe den „Bolero“ von Maurice Ravel, locker und rasant als Klavierstück im ¾ Takt.
Beschwingt und begeistert geht das Publikum aus dem Saal oder an die Bar und wünscht sich euphorisch, dass eine Fortsetzung folgt….