Christine Huber: Brot, das nach Kindheit duftet

Christine Huber
Brot, das nach Kindheit duftet


Ich weiß nicht, wie meine Kindheit duftet. Wenn ich mir noch das Brot dazu vorstellen soll, dann weiß ich nur, dass ich während meiner ganzen Schulzeit viele Jahre jeden Tag
ein Margarinebrot zur Jause mitbekommen habe.
THEA – nicht Rama – die war billiger. Butter haben wir nie... mehr...

97/Verluste und Verloren geglaubtes/Prosa/Stefan Harm: Faule Gnade oder Johnnie Walkers Gang über den Jordan

Er saß in einer versteckten Ecke der Bar. Es war spät, wohl zwei, vielleicht drei Uhr in der Nacht. Seit dem frühen Samstagnachmittag war er hier gewesen; gefühlt hatte er bisher kaum einen Schluck getrunken und nun sollte es schon Sonntag sein? Nur wenige Gestalten befanden sich noch im verrauchten Halbdunkel des Lokals. An diesem letzten Sonntag im März. Niemand... mehr...

Bernhard Husemann: Leerstelle, Eine Tafel am Stein oder: Die Schrift im Stein

Bernhard Husemann
 

Leerstelle

Leer oder Lücke, das ist nicht das Gleiche, ist ein ganz bedeutsamer, wichtiger Unterschied. Bei der Lücke fehlt etwas in einem Ganzen, in einem bereits gegebenen Zusammenhang,
ein Text, ein Lückentext erscheint unvollständig, so sprechen wir von Zahnlücke, ein Zahn ist vorgesehen, aber er fehlt. Die Lücke kann als Mangel empfunden werden, als Wissenslücke,... mehr...