Veranstaltungen

Festwochen Gmunden 17. 8. 2014; Lesung; Rez.: Eva Riebler-Übleis

Eva Riebler-ܜbleis

Gmundner Festwochen 17.8.14 Villa Maleta Oberweis
Lesung: Links der Klimt, rechts der Pepi ... - oder: Wie man in Vergessenheit gerät

Vormittags Andreas Maleta:
Vortrag und multimediale Dokumentation über Josef Auchentaler als Sezessionist und seinen Aufenthalt in Grado mit historischen Aufnahmen und einem Kurzfilm: Wie erginge es Josef Auchentaler heute, würde er Grado und sein, bzw. das von seiner Frau Emma geführte ehemalige Hotel Fortino besuchen. Maleta brachte informativ und rührig außerdem kleine Gschichterln aus der Zeit und der Verwandtschaft Auchentalers. Dieser weilte 1903-14 und 1919-zu seinem Tod 49 in Grado und musste so auf eine Einzelausstellung in der Sezession verzichten. Außerdem wurmte es ihn bis zum Begräbnis Otto Wagners, dass er wegen dessen Aussage über seinen reichen Schwiegervater kein Stipendium als Maler erhalten hatte. Er starb vier Jahre nach seiner Frau verbittert und fast unbekannt in Grado.

Nachmittags Lesung mit Egyd Gstättner "Das Geisterschiff"
2013 Picus Verlag. 7. Aufflage!

Maleta hatte schon viel der Biografie Auchentalers vorweggenommen, der der Handlungsträger des Romans ist. In Vor- und Rückblenden wird dessen Leben und Tod aufgerollt. Vor allem der Zeitgeist der Wiener Szene und das oft schwierige Leben der Sezessionskünstler mit Egyd Gstättners trockenem Charme unterlegt, macht Lust darauf, den Roman zu erstehen und in weiteren der zahlreichen Werken Gstättners zu blättern.

Ohne Humor gibt es bei ihm gar nichts! Nicht einmal den Untergang des Morgenlandes (so ein Titel 2010) oder den Untergang eines begabten Wiener Malers, der nicht nur bei der Wiener sondern auch bei der Münchner Sezession Mitglied war und trotzdem mehr als vergessen und unter seinem Wert gehandelt und behandelt worden war.

Ein informativer, gelungener Tag im historischen Ambiente der Villa Maleta in Oberweis!

Nouvelle Cuisine Swing. Rez.: Eva Riebler

Eva Riebler
Bigband Power vom Feinsten

Nouvelle Cuisine Swing
Jazzkonzert, Leitung und Komposition Christoph Cech und Christian Mühlbacher
Salzkammergut Festwochen Gmunden, Stadttheater Gmunden 03.08.13, 19.30 Uhr

Außer diesen Univ. Prof der Linzer Privat-Uni, die in den 80er Jahren die Nouvelle Cuisine gründeten, spielten weitere 13 Blechbläser, ein Schlagzeuger, ein Streicher und eine Gitarre auf der kleinen Bühne des Stadttheaters Gmunden. Sehr schnell und mitreißend ging es zu Ehren Woody Hörmann los, Als Kontrast gab es als 4. Stück die Ballade „a so i“ von Christoph Cech und in rasantemTempo endete die erste Secio Noch krönender war  die Holzmusik aus dem Jazzfestival Wien der 90er Jahre und das stück „To you know what time it is“ komponiert von Florian Fennes mit einem imposanten Solo von Martin Nitsch. „Graf Pöti oder die Blueswurst“ begeisterte genauso außerordentlich wie die Suite von Chr. Cech „One day in the life of …“ und das tolle Schlusscreszendo. Das Publikum wurde mit der Zugabe „Lokomotive“ und „Schlichtes Solo für Maultrommel” das gar nicht schlicht, sondern unheimlich mitreißend war, belohnt.

Fazit: mitreißende Power, voller Groove! Creme de lá Jazzcreme!

Eröffnung der Salzkammergut Festwochen Gmunden 2013. Rez.: Eva Riebler

Eva Riebler
"Die Zeiten werden schwieriger, die Zuversicht größer"

 

JUTTA SKOKAN; Intendantin
der Festwochen Gmunden, Der Standard
 

 

 

THERESIA WALSER
 

 

 

LH DR. JOSEF PÜRINGER

 

Eröffnung der
Salzkammergut Festwochen Gmunden 2013

Stadttheater Gmunden 19.7.13, 19 Uhr

„Die Zeiten werden schwieriger, die Zuversicht größer“, so beendet die Intendantin der Festwochen, Jutta Skokan, ihre heurige Eröffnung im Stadttheater und wies u. a. auf die neuen Kinderprogramme und den Schwerpunkt: die großen Romane des frühen 20. Jhdts. hin.  Die launigste Rede hielt naturgemäß der Präsident der Festwochen, Martin Aistleitner. Er zitierte von Goethe bis Picasso und meinte  u. a. „Kultur ist, was von uns Menschen übrig bleibt“ und bedankte sich bei der Politik für die unerwartete Erhöhung der Subventionen.

In einem Filmausschnitt wurde auf den humorigen Literaten, Dadaisten, Maler und Klavierspieler, Gerhard Rühm, dem die heurigen Literaturtage gewidmet sind, hingewiesen. Laut Gerhard Rühm ist bereits in dem Wort „jetzt“ die ganze Sprache enthalten, denn man benötigt sie, um dieses Wort zu erklären. Und im Begriff „Atmen“ ist das ganze Sprechen enthalten. Seine Texte und konkrete Poesie sind ein Gewinn an Artistik, die oft wiederum optisch formal und streng gebändigt wird.

Als letzte der Honoratioren nach BGM Heinz Köppl, Dr. Ursula Simek vom BM und LH Dr. Josef Pühringer,hielt Theresia Walser deine Eröffnungsrede, die über das Reden mit und ohne Vorbereitung und das Theater grundsätzlich und allgemein begann und andeutete, dass das Theater eine „Vergänglichkeitsfeier“ sei, denn man trägt etwas fort, dass man selber anwenden möchte; etwas schon längst Vorhandenes. Als Abschluss ihrer Rede wies sie auf den unnötigen „Rechtfertigkeitsdrang“ der Sparte Kunst hin, wollte sich jedoch keinesfalls in der Rolle der Mahnerin, die in Phrasen abdriftet, sehen.

Feststeht, wie LH Pühringer bemerkte, dass hier in Gmunden Kultur seit 27 Jahren mit dem Herzen gemacht wird und sich die Festwochen unter dem hochstehenden und zahlreichen Angebot im Salzkammergut qualitativ unter der Regentschaft von Jutta Skokan einen fixen Platz erobert hat.

Den eindrucksvollen musikalischen Rahmen begannen die Virtuosen Suyang Kim und Andreas Thaller mit deinem Eröffnungskonzert auf zwei Klavieren mit Georges Bizet Carmen Fantasy und Astor Piazzolla mit Libertango und Suyang Kim endete mit dem erfolgreichen  Linzer Saxophonisten Bernhard Parkfrieder.

Die anschließende Bühnenparty mit Musik von Simon Oberleitner mit Klavier und Akkordeonbegleitung war ein voller Erfolg und ließ weitere Gespräche und kulturelle Kontakte zu. 

Fotos: © Rudi Gigler/Festwochen

Eröffnung der Salzkammergut Festwochen Gmunden 2013. Rez.: Eva Riebler