Der Wettbewerb

LitArena IX - Literaturwettbewerb 2019

Aufruf an alle Jungliteraten unter 27!
Nehmt Eure verborgenen/unveröffentlichten Manuskripte (nur 4 Seiten!) und sendet sie für den nächsten Literaturwettbewerb ein!

Alle zwei Jahre stattfindender deutschsprachiger Literaturwettbewerb der LitGes St. Pölten für AutorInnen bis 27 Jahre. 

1. Preis: Euro 500,-
2. Preis: Euro 300,-
3. Preis: Euro 200,-

Der Literaturpreis wird vom Land NÖ (Abteilung Kultur und Wissenschaft) gefördert.

Einreichbedingungen:
max. Alter: 27 Jahre. Prosa & Lyrik

Einsendeschluß: 15. Juni 2019
Redaktion: Cornelia Stahl

LitArena VIII Wettbewerbsbericht 2017

LitArena-der alle zwei Jahre stattfindende deutschsprachige Literaturwettbewerb der LitGes.St.Pölten. Initiatorin des Wettbewerbes ist Dr. Kloimstein.

Cornelia Stahl ist 2017 zum zweiten Mal als Schriftführerin die Jurorin und Schriftführerin der  LitArena, dem Wettbewerbes für Jung-Autoren/Autorinnen unter 27 Jahren. Einsendungen erfolgten anonym.

Auseinandergesetzt mit den Prosatexten haben sich in diesem Jahr die Autorin Elisabeth Steinkellner sowie die stellvertretende Chefredakteurin der Zeitschrift „Buchkultur“ Jana Volkmann. Zu meinem Erstaunen fanden die Themen Flucht und Migration keinen Eingang in die literarischen Arbeiten. Sie skizzierten Übergangssituationen, von der Jugend bis zum Erwachsenenalter, Beziehungs- und Existenzfragen, überzeugten künstlerisch wie literarisch.

Überragend in seiner Qualität überzeugte der Text „Spot on a long Road“ von Zarah Weiss (1.Platz), eine Erzählung, die in Australien spielt. Orte, die der Protagonist vor vielen Jahren bereiste, sucht er nun erneut auf, diesmal in Begleitung seiner Freundin. Ein ganz normaler Urlaub in Australien sollte es werden. Die Urlaubsstimmung gerät aus den Fugen, als bei Alex plötzlich Fragen auftauchen, existenzielle Fragen: die Angst vor Krieg, Hass, vor dem Alleinsein, vor dem Bedeutungsverlust der eigenen Person. In einem Interview mit Radio Orange erzählt Zarah Weiss, dass sie schon als Kind begann, Geschichten zu erzählen und diese aufzuschreiben. Eine Lehrerin erkannte ihr Talent und empfahl sie weiter.

Nachzuhören ist das Interview auf: https://cba.fro.at/35270.

Auf Platz 2 erzählt die gebürtige Salzburgerin Katharina J. Ferner in „Neulich im Cafe“ über eine Beziehungsgeschichte, eine scheinbar belanglose Begegnung im Cafe. Die Protagonistin reflektiert ihre Rolle in der Zweierbeziehung Mann und Frau, geht auf Vorlieben des Mannes ein, die sie genau kennt. Eine Geschichte über Macht und Ohnmacht, subtil und eindringlich erzählt. Am Ende  zeigt die Protagonistin Widerstand und Aufbegehren: „Ich gehe keinen unserer Wege. Ich stehe auf und gehe einfach irgendwo anders hin“. Sie bricht aus  gewohnten Verhaltsmustern aus, entzieht sich der Opferrolle und Ohnmacht. Es ist die Geschichte der Selbstermächtigung einer jungen Frau, die ihr Leben in die Hand nimmt und sich aus (emotionalen) Abhängigkeitsverhältnissen befreit.

Der 3.Platz geht an die Schweizerin Anna Stern (Anna Bischofberger). Ihr Text „Karte und Gebiet“ erinnert zunächst an den Autor Hollebeque. Schon der Einstieg macht neugierig: „Sie kartiert das Land ihrer Träume“. Der Leser wird sofort in den Text hineingezogen, will wissen, welche Träume das sind. Er schafft eine Identifikation mit der Protagonistin. Unweigerlich erinnert man sich an eigene Vorstellungen, Visionen, Träume. „Sie zeichnet Linien zwischen drei Punkten, zwischen V. und P. und B. Ein Dreieck, Descartes Dreieck. Anna Stern entwirft Bilder, die sogleich vor unserem Auge entstehen. Alle Texte sind Skizzen/ Minilandkarten zu Befindlichkeiten einer heranwachsenden Generation.

Cornelia Stahl 

Cornelia Stahl ist seit 2015 Redakteurin der Sendung „Literaturfenster Österreich“ bei Radio Orange, schreibt für Medien wie Die Alternative, Augustin, etcetera, fembooks und ist Regionalleiterin für Bibliotheken in Niederösterreich. 2016 debütierte sie mit „Anfangen. Jetzt. Mittendrin“. sowie „Neue Perspektiven zoomen“.  2017 erschienen ihre Texte in der Anthologie Freudenalphabet (Hg.: Marion Steinfellner/ Herbert J.Wimmer- Edition Art Science).

www.literaturfenster.at

LitArena VII Wettbewerbsbericht 2015

Das 7. Jugendheft der LitGes „etcetera“ LitArena VII wurde im Okt 2015 im Cinema Paradiso St. P. präsentiert.

Nach der Lesung der Siegertexte von Sarah Rinderer, 1. Preis; Constantin Schwab, 2. Preis las Annemarie Andre, 3. Preis. Die Juroren waren ÖDA Obfrau und HG der Dialektzeitschrift „morgensten“ El Awadalla und die Autorin und Veranstalterin der Soundspaziergänge Eva Schörkhuber sowie die Redakteurin des Heftes Bibliotheksbereichsleiterin Cornelia Stahl.

Dieses Jahr ist die Ausschreibung zum Literaturbewerb für AutorInnen unter 27 bis 15.6.17 terminisiert.
Die Preisverleihung wird im Rahmen des Blätterwirbels in der Landesbibliothek im Regierungsviertel 3109 St.P. am 10.10.17 um 19 Uhr stattfinden.
 
Die Jurorinnen sind noch geheim! Das Preisgeld von insges. 1000. Euro wurde vom Land NÖ gestiftet und harrt der drei SiegerInnen.

Wettbewerbsbericht 2015

LitArena - der alle zwei Jahre stattfindende deutschsprachige
Literaturwettbewerb der LitGes.
Cornelia Stahl ist 2015 Initiatorin
und Redakteurin des Heftes etcetera LitArena 7,
des Wettbewerbes
für Autoren und Autorinnen unter 27 Jahren.
Die Einsendungen erfolgten anonym.

Auseinandergesetzt mit den Prosatexten haben sich in diesem Jahr die Autorin und Veranstalterin der Soundspaziergänge Eva Schörkhuber sowie die als Dialektautorin bekannt gewordene El Awadalla. Überraschend war für mich, dass gesellschaftlich brisante Themen wenig Eingang fanden in die literarischen Arbeiten. Was Eva Schörkhuber als Zeitgenosinnenschaft bezeichnet, vermisste ich in den Texten der Generation Y. Jedoch überzeugten künstlerisch und literarisch entworfene Arbeiten. Überragend in seiner Qualität überzeugte der Text von Sarah Rinderer (1.Platz):„Das Blinken der Windräder von Paris“, der den Bogen spannt zwischem Vergangenheit und Gegenwart, dem Leben eines Ehepaares zwischen Erinnerung und Jetztzeit. In Sequenzen, die einem Film entlehnt sein könnten, geht es im Nachtzug nach Paris auf eine Reise, die Erinerungen wach ruft.  Behutsam nähern wir uns abschnittweise der Gegenwart, die auf verstaubten Filmrollen rekonstruiert wird. Wie ein Resümee, liest sich das Ende des Textes: „Das Meer, auf das man immer so sehnsüchtig geblickt hat, ist am Ende doch nur ein Faltenwurf des immer gleichen Leintuchs“.

Dem Genre Film widmete sich der Text von Constantin Schwab (2.Platz): Der weite Weg ins Licht, der den Traum von einem besseren Leben, vor und nach dem Krieg, thematisiert und am Schluss resümiert, dass Überleben allein nicht reicht, dass es zu wenig sei, und vom Neuanfang nach all den Jahren. Der Text Strahlentherapie von Lukas Lengersdorff nimmt uns mit auf eine imagnierte Reise durch das Weltall, gewährt den Blick von einer Kapsel aus und fokussiert die Wahrnehmung auf wenige Details. In Lichtimpulse zerlegte Buchstaben ermöglichen dem Protagonisten, erneut Kontakt mit der Erde aufzunehmen. Annemarie Andre überzeugte in Wasserratten  mit einer bildreichen Sprache und einer grotesken Szenengestaltung. Sie errang den 3.Platz. Phantasie und ein Gespür für Sprachspielereien bewies Philipp Kampa im Text In die Gegend. Skizze. Der Leser folgt den Beobachtungen des Autors. Dabei fährt er nicht nach irgendwo, sondern bleibt im scheinbar banalen Alltag, übt sich in Draufsichten und enfaltet vor uns einen Perspektivenwechsel, der Überraschendes zu Tage fördert.

Cornelia Stahl, Red. „etcetera“